Marine Le Pen, Vorsitzende der rechtsextremen Partei Rassemblement National, zu deren Familie Bardot eine langjährige Beziehung pflegte, bezeichnete sie nach ihrem Tod als "unglaublich französisch". Diese Äußerung unterstreicht jedoch die zwiespältige Natur von Bardots Vermächtnis, insbesondere in Bezug auf ihre Ansichten über den demografischen Wandel in Frankreich.
Als Frankreichs wirtschaftlicher Wohlstand zunehmend von Einwanderern abhing, viele davon aus seinem ehemaligen Kolonialreich und oft muslimisch, veränderte sich Bardots öffentliches Image. Kritiker argumentieren, dass sie zu einer Stimme für eine nostalgische Vision von Frankreich wurde, die seine vielfältige Bevölkerung ausschloss. Diese Vision ignorierte laut einigen Beobachtern die Realität, dass Frankreichs wirtschaftlicher Erfolg bereits in den 1960er Jahren maßgeblich von ausländischen Arbeitskräften abhing.
Bardots Äußerungen zu diesen Themen lösten in Frankreich und international erhebliche Debatten aus. Ihre Ansichten wurden oft als Spiegelbild einer breiteren Besorgnis in Teilen der europäischen Gesellschaft über Einwanderung und die Bewahrung der nationalen Identität in einer zunehmend globalisierten Welt gesehen. Die Kontroverse um ihre Aussagen unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Nationalstolz, kultureller Identität und den Realitäten des Multikulturalismus im heutigen Europa.
Während Bardots filmische Beiträge von Bedeutung bleiben, haben ihre Äußerungen im späteren Leben ihr öffentliches Image unauslöschlich geprägt. Ihr Vermächtnis erinnert an die Komplexität der nationalen Identität und die Herausforderungen, idealisierte Vorstellungen der Vergangenheit mit den Realitäten der Gegenwart in Einklang zu bringen.
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