Ukrainer gestalten traditionelle Festtagsessen neu und wenden sich ab von майонезеhaltigen Gerichten, die während der Sowjetzeit populär wurden, wie am 31. Dezember 2025 berichtet wurde. Diese Verlagerung spiegelt eine umfassendere kulturelle Rückeroberung und einen erneuten Fokus auf kulinarische Unabhängigkeit wider.
Silvester ist nach wie vor ein wichtiger Feiertag für viele Familien mit Wurzeln in der ehemaligen Sowjetunion, ein Erbe der Unterdrückung religiöser Feierlichkeiten wie Weihnachten durch die Sowjetunion, die durch säkulare Feste ersetzt wurden. Die Food-Autorin Polina Chesnakova, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in die USA auswanderte, merkte an, dass "es für viele immer noch der große Feiertag ist".
Traditionelle Gerichte wie Schuba (Hering im Pelzmantel) und Olivie-Salat, beide mit viel Mayonnaise, waren feste Bestandteile dieser Feiern. Eine wachsende Bewegung innerhalb der Ukraine ist jedoch bestrebt, diese kulinarischen Traditionen neu zu definieren und dabei frische, lokale Zutaten und leichtere Zubereitungen zu betonen. Dieser kulinarische Wandel wird als Teil einer größeren Anstrengung gesehen, die ukrainische Kultur zu entkolonialisieren und ihre eigenständige Identität zu behaupten.
Kutja, ein süßer Weizenbeerenbrei mit Nüssen, Beeren und Trockenfrüchten, erlebt eine Renaissance. Im Gegensatz zu den майонезеbasierten Gerichten repräsentiert Kutja ein authentischeres ukrainisches kulinarisches Erbe.
Der Trend zu leichteren, traditionelleren Speisen wird von Köchen und Food-Autoren vorangetrieben, die aktiv das ukrainische kulinarische Erbe fördern. Diese Personen nutzen soziale Medien und Kochkurse, um die Menschen über die vielfältigen kulinarischen Traditionen des Landes aufzuklären und sie zu ermutigen, mit neuen Aromen und Zutaten zu experimentieren.
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