Im Iran haben Demonstranten inmitten anhaltender Unruhen versucht, ein Regierungsgebäude in Fasa, Provinz Fars, zu stürmen. Der Vorfall ereignete sich am vierten Tag der Demonstrationen, die durch einen starken Verfall der Landeswährung ausgelöst wurden. Von der BBC verifiziertes Filmmaterial zeigte, wie Demonstranten das Tor des Gouverneursbüros aufbrachen.
Der Vorfall in Fasa führte laut offiziellen Angaben zu Verletzungen von drei Polizisten und zur Festnahme von vier Personen. Auch aus den Provinzen Hamedan und Lorestan wurden Auseinandersetzungen gemeldet. Sicherheitskräfte reagierten auf den Durchbruch mit Schusswaffen und Tränengas und zerstreuten Menschenmengen vor geschlossenen Geschäften.
Als Reaktion auf die Unruhen erklärten die Behörden in Teheran den Mittwoch zum Bankfeiertag. Schulen, Universitäten und öffentliche Einrichtungen wurden landesweit geschlossen, angeblich um aufgrund des kalten Wetters Energie zu sparen. Der Schritt wurde weithin als Versuch interpretiert, die Proteste zu unterdrücken.
Die Demonstrationen sind auf die wachsende öffentliche Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Lage des Landes zurückzuführen. Der Währungseinbruch hat Wut und Frustration unter den Iranern geschürt. Die langfristigen Auswirkungen der Proteste und die Reaktion der Regierung bleiben abzuwarten. Weitere Updates werden bereitgestellt, sobald sich die Situation entwickelt.
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