Mamady Doumbouya, der Chef der guineischen Junta, wurde zum Präsidenten gewählt, nachdem er laut der Wahlkommission des Landes am Dienstag die Mehrheit der Stimmen erhalten hatte. Doumbouya, der nach der Machtübernahme durch einen Putsch im Jahr 2021 zunächst versprochen hatte, nicht für das Amt zu kandidieren, erhielt 86,72 % der Stimmen in der ersten Runde und überschritt damit die erforderliche Schwelle, um eine Stichwahl zu vermeiden.
Bei der Wahl trat Doumbouya gegen acht Rivalen an, aber wichtige Oppositionsführer waren von der Teilnahme ausgeschlossen und hatten zu einem Boykott der am Wochenende abgehaltenen Wahl aufgerufen. Ihr Ausschluss weckte Bedenken hinsichtlich der Fairness und Inklusivität des Wahlprozesses.
Doumbouyas Entscheidung, für das Präsidentenamt zu kandidieren, bedeutete eine Abkehr von seiner früheren Zusage, das Land bis Ende 2024 wieder zu einer zivilen Regierung zu führen. Er hatte ursprünglich die Macht übernommen, nachdem er einen Putsch angeführt hatte, der den ersten frei gewählten Präsidenten Guineas stürzte. Seitdem haben Kritiker seiner Regierung vorgeworfen, die bürgerlichen Freiheiten einzuschränken.
Die Ankündigung der Wahlkommission erfolgte nach einer Phase politischer Unsicherheit in dem mineralstoffreichen westafrikanischen Land. Der Boykott durch die Oppositionsparteien unterstrich tiefe Spaltungen und Fragen zur Legitimität der Wahlergebnisse. Die internationale Gemeinschaft hat noch keine umfassende Reaktion abgegeben, und Beobachter verfolgen die Situation aufmerksam, um mögliche Auswirkungen auf die regionale Stabilität zu erkennen.
Weitere Einzelheiten zum Ablauf der Wahl und zu möglichen Anfechtungen der Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet. Der Fokus liegt nun auf Doumbouyas bevorstehender Amtseinführung und der Zusammensetzung seiner neuen Regierung sowie auf der Reaktion sowohl inländischer als auch internationaler Akteure.
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