Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, einst vereint in einer Koalition gegen die Huthi im Jemen, haben einen Bruch erlebt, der auf auseinandergehenden Interessen und Sicherheitsbedenken beruht. Die jahrzehntelange Mission zur Bekämpfung der Huthi-Rebellen, die im Jemen die Kontrolle übernommen hatten, scheiterte letztendlich, was die VAE laut Berichten dazu veranlasste, ihre eigene Agenda zu verfolgen.
Die VAE begannen, den Südlichen Übergangsrat (STC) im Südjemen zu unterstützen und zu bewaffnen, um ihre langfristigen Interessen in der Region zu sichern. Alkhader Sulaiman, ein Sprecher des Südlichen Übergangsrates, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Riad betrachtete jedoch den wachsenden Einfluss des STC, insbesondere seine Kontrolle über Gebiete in der Nähe der saudischen Grenze, als eine Bedrohung der nationalen Sicherheit und intervenierte, um die Pläne der VAE zu durchkreuzen. Abdul-aziz Al Ghashian, ein Senior Non-Resident Fellow am Gulf International Forum, erklärte, dass die saudische Intervention eine direkte Reaktion auf die wahrgenommene Bedrohung durch die territorialen Gewinne des STC gewesen sei.
Den VAE wurde Berichten zufolge ein 24-Stunden-Ultimatum gestellt, um ihre Unterstützung für den STC zurückzuziehen, ein Ultimatum, dem sie zustimmten. Andreas Krieg, ein außerordentlicher Professor an der School of Security Studies, wies auf die Schnelligkeit der saudischen Aktion hin und hob die Entschlossenheit des Königreichs hervor, seine regionalen Sicherheitsinteressen zu wahren.
Die ursprüngliche Koalition zwischen Saudi-Arabien und den VAE wurde vor mehr als einem Jahrzehnt mit dem Hauptziel gegründet, den Huthi-Aufstand im Jemen zu bekämpfen. Der anhaltende Konflikt und das Ausbleiben eines entscheidenden Sieges führten jedoch zu unterschiedlichen Strategien und Prioritäten zwischen den beiden Nationen. Der Fokus der VAE verlagerte sich auf die Sicherung ihrer Interessen im Südjemen, während Saudi-Arabien weiterhin in erster Linie darauf bedacht war, die Huthi-Bedrohung einzudämmen und die Stabilität entlang seiner südlichen Grenze aufrechtzuerhalten.
Die aktuelle Situation wirft Fragen nach der Zukunft des Jemen und dem Potenzial für weitere Konflikte auf. Der Bruch zwischen Saudi-Arabien und den VAE könnte die Bemühungen zur Lösung der anhaltenden Krise weiter verkomplizieren und möglicherweise zu einer Neuausrichtung der Allianzen innerhalb des Landes führen. Die Auswirkungen dieses Bruchs sind weitreichend und könnten die regionale Stabilität und die anhaltende humanitäre Krise im Jemen beeinträchtigen.
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