Laut Ross Gerber, Präsident und CEO von Gerber Kawasaki Wealth and Investment Management, müsste Paramount sein Angebot um 10 Milliarden Dollar deutlich aufstocken, um Warner Bros. Discovery (WBD) erfolgreich zu übernehmen. Gerber äußerte sich am 31. Dezember 2025 live auf Bloomberg TV.
Paramount, kontrolliert von Larry Ellison und seinem Sohn David, hatte am 8. Dezember zunächst ein Barangebot von 30 Dollar pro Aktie für Warner Bros. vorgeschlagen. Dieses Angebot erfolgte drei Tage, nachdem Warner Bros. einen Vertrag mit Netflix abgeschlossen hatte, der lediglich den Erwerb des Studios und des Streaming-Geschäfts von Warner Bros. vorsieht. Paramount hat sein Angebot seither zweimal überarbeitet, wobei die jüngste Version eine Garantie von Larry Ellison beinhaltet, persönlich 40,4 Milliarden Dollar an Eigenkapitalfinanzierung und andere Zusagen zu sichern. Gerbers Aussage deutet darauf hin, dass selbst mit Ellisons Unterstützung die aktuelle Bewertung des Deals durch Paramount nicht ausreicht, um Netflix zu überbieten und WBD vollständig zu übernehmen.
Die potenzielle Übernahme hat erhebliche Auswirkungen auf den Markt. Eine erfolgreiche Übernahme von WBD durch Paramount würde einen Medienriesen schaffen, der das Eigentum an großen Studios wie Paramount und Warner Bros. sowie an Streaming-Diensten und Kabelnetzen wie MTV, HBO und CNN konsolidiert. Diese Konsolidierung könnte zu einer erhöhten Preissetzungsmacht für das fusionierte Unternehmen führen und möglicherweise den Wettbewerb in der Streaming-Landschaft verringern. Gerber deutete jedoch auch an, dass ein höherer Preis von Paramount letztendlich Netflix zugute kommen könnte, da er den Wert der Vermögenswerte erhöhen würde, die Netflix bereits erwirbt.
Paramounts Streben nach Warner Bros. ist Teil einer umfassenderen Strategie der Familie Ellison, ein Medienimperium aufzubauen. Die öffentliche Kampagne des Unternehmens, um Unterstützung für seinen Vorschlag zu gewinnen, unterstreicht die hohen Einsätze. Die Medienlandschaft befindet sich derzeit in einer Phase der raschen Konsolidierung, in der Unternehmen um Größe wetteifern, um mit etablierten Akteuren wie Netflix und Disney zu konkurrieren.
Die Zukunft des Deals bleibt ungewiss. Paramount steht vor der Herausforderung, die Aktionäre von Warner Bros. davon zu überzeugen, dass sein Angebot dem von Netflix überlegen ist und dass es die beiden Unternehmen erfolgreich integrieren kann. Die von Gerber vorgeschlagene Prämie von 10 Milliarden Dollar verdeutlicht die finanziellen Hürden, die Paramount überwinden muss, um seine Ambitionen zu verwirklichen. Das Ergebnis wird die Wettbewerbsdynamik der Medien- und Unterhaltungsindustrie wahrscheinlich für Jahre hinaus prägen.
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