Ein Mitglied der iranischen Sicherheitskräfte wurde während der anhaltenden Proteste getötet, wie die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars meldet. Der Vorfall ereignete sich in Kouhdasht, Provinz Lorestan, inmitten von Demonstrationen, die durch einen Währungseinbruch ausgelöst wurden. Der regionale Beamte Said Pourali bestätigte den Tod. Mehrere andere Mitglieder der Sicherheitskräfte wurden verletzt.
Das 21-jährige Opfer war Mitglied der Basij, einer paramilitärischen Gruppe, die mit den iranischen Revolutionsgarden verbunden ist. Die Proteste begannen am Sonntag in Teheran und haben sich seither ausgeweitet. BBC Persian verifizierte Aufnahmen, die zeigen, wie Sicherheitskräfte am Donnerstag in Kouhdasht auf Demonstranten schießen. Auch in den Provinzen Fars, Hamedan und Lorestan wurden Auseinandersetzungen gemeldet.
Die Behörden in Teheran erklärten den Mittwoch zu einem Bankfeiertag, um die Unruhen zu unterdrücken. Die Proteste spiegeln die wachsende wirtschaftliche Unzufriedenheit im Iran wider. Der iranische Rial hat massiv an Wert verloren, was sich auf die Kaufkraft der Bürger auswirkt.
Der Iran ist mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert, die durch internationale Sanktionen noch verschärft werden. Frühere Proteste gegen wirtschaftliche Notlagen wurden mit staatlichen Repressionen beantwortet. Die Situation ist weiterhin unübersichtlich, weitere Proteste werden erwartet. Die Reaktion der Regierung wird international genau beobachtet werden.
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