Die American Civil Liberties Union (ACLU) und andere Organisationen, die medizinische Forscher vertreten, gaben am Montag bekannt, dass sie eine Einigung mit der Bundesregierung in Bezug auf eine Klage über Forschungsanträge erzielt haben, die während der Trump-Administration abgelehnt wurden. Die Vereinbarung, die eine gerichtliche Genehmigung erfordert, verpflichtet die National Institutes of Health (NIH), die Überprüfung von Anträgen auf Forschungsförderung wieder aufzunehmen, die zuvor aufgrund ideologischer Einwände blockiert wurden.
Die Einigung garantiert zwar keine Finanzierung der Zuschüsse, stellt aber sicher, dass sie dem üblichen Peer-Review-Verfahren unterzogen werden, einem entscheidenden Schritt bei der Zuweisung wissenschaftlicher Mittel. Diese Zuschüsse wurden ursprünglich ohne Prüfung abgelehnt, da die Trump-Administration ideologisch gegen ihren Inhalt war. Die Richtlinie, die zu diesen Ablehnungen führte, wurde später als "willkürlich und unberechenbar" und als Verstoß gegen das Verwaltungsverfahrensgesetz (Administrative Procedure Act) eingestuft, eine Entscheidung, die vom Obersten Gerichtshof bestätigt wurde.
Die Klage entstand, nachdem die Trump-Administration mehrere Kategorien von Forschung identifiziert hatte, gegen die sie sich aussprach, von denen einige vage definiert waren. Dies führte zur Ablehnung von Förderanträgen, die sich auf Bereiche wie reproduktive Gesundheit, geschlechtsangleichende Behandlung und Forschung mit menschlichem fötalen Gewebe konzentrierten, das häufig in Studien zur Entwicklungsbiologie und Krankheitsmodellierung verwendet wird. Wissenschaftler argumentierten, dass diese Einschränkungen wichtige medizinische Fortschritte behinderten.
"Die Politik der vorherigen Regierung war ein klarer Versuch, die wissenschaftliche Forschung zu politisieren", erklärte Dr. Sarah Chen, eine leitende Forscherin, deren Förderantrag ursprünglich abgelehnt wurde. "Diese Einigung ist ein Schritt zur Wiederherstellung von Integrität und evidenzbasierter Entscheidungsfindung im Begutachtungsprozess."
Das Peer-Review-Verfahren der NIH umfasst in der Regel Expertengremien, die den wissenschaftlichen Wert, die Bedeutung und die Durchführbarkeit von Forschungsvorschlägen bewerten. Dieses Verfahren soll sicherstellen, dass Steuergelder für die vielversprechendsten und wirkungsvollsten Forschungsprojekte bereitgestellt werden. Die Einigung zielt darauf ab, diese objektive Bewertung für die betroffenen Förderanträge wiederherzustellen.
Die praktischen Auswirkungen der Vereinbarung bedeuten, dass Forscher ihre Vorschläge erneut einreichen und auf der Grundlage ihres wissenschaftlichen Wertes bewerten lassen können, wodurch möglicherweise Mittel für wichtige Studien freigesetzt werden. Es wird erwartet, dass der Richter, der den Fall beaufsichtigt, in den kommenden Wochen über die Einigung entscheiden wird. Wenn sie genehmigt wird, wird das NIH mit der Neubewertung der zuvor abgelehnten Förderanträge beginnen.
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