Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich am Mittwoch für die Einschränkung des Zugangs von Kindern zu Social-Media-Plattformen ausgesprochen und sich damit einem wachsenden internationalen Trend zur Bekämpfung von Online-Missbrauch angeschlossen. Macron bezog sich auf einen Gesetzentwurf in seiner Neujahrsansprache, der den Zugang zu sozialen Medien für unter 15-Jährige verbieten würde.
Die geplante Gesetzgebung, die voraussichtlich im Januar im Parlament debattiert wird, zielt darauf ab, das Verbot bis September umzusetzen, so französische Nachrichtenquellen. Der Plan sieht auch vor, das bestehende Verbot von Mobiltelefonen in Grund- und Mittelschulen auf Gymnasien auszuweiten.
Macron erklärte: "Wir werden unsere Kinder und Jugendlichen vor sozialen Medien und Bildschirmen schützen" und signalisierte damit sein Engagement für die Initiative.
Australien hat kürzlich ein Social-Media-Verbot für Personen unter 16 Jahren eingeführt und ist damit das erste Land, das eine so strenge Maßnahme ergreift. Die malaysische Regierung hat ebenfalls angekündigt, in diesem Monat ein ähnliches Verbot einzuführen.
Abgeordnete in mehreren europäischen Ländern, darunter Spanien, haben Interesse an der Verabschiedung vergleichbarer Richtlinien bekundet. Der zunehmende globale Fokus auf die Regulierung sozialer Medien für Minderjährige spiegelt wachsende Bedenken hinsichtlich der Online-Sicherheit und potenzieller Schäden für junge Nutzer wider. Es wird erwartet, dass der französische Vorschlag im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens auf Kritik und Debatten stoßen wird.
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