Negative Strompreise werden in Europa immer häufiger. Die Verbraucherkosten sind dadurch gesunken. Dies steht in scharfem Kontrast zu den steigenden Energierechnungen in den Vereinigten Staaten.
Der Anstieg der Kapazität erneuerbarer Energien treibt diesen Trend voran. Das Angebot übersteigt die Nachfrage. Die installierte Solarleistung in Spanien stieg von 9 GW Anfang 2020 auf 32 GW Anfang 2025. Subventionen befeuerten dieses Wachstum.
Wenn die Solar- und Windenergieerzeugung die Nachfrage übersteigt, fallen die Preise unter Null. Händler müssen zahlen, um überschüssige Energie abzugeben. Bis September verzeichnete Spanien im Jahr 2024 über 500 Stunden negative Strompreise, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Frankreich überschritt 400 Stunden. Deutschland wird voraussichtlich folgen.
Diese negativen Preise gelten für den Großhandelsmarkt. Haushalte sehen möglicherweise nicht sofort direkte Zahlungen. Dynamische Preismodelle werden diese Verschiebungen jedoch letztendlich widerspiegeln.
Begrenzte Energiespeicherkapazität verschärft das Problem. Weitere Investitionen in die Speicherung sind entscheidend. Der Trend zu negativen Preisen wird sich voraussichtlich mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien fortsetzen. Dies könnte die europäischen Energiemärkte umgestalten.
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