Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in einer Neujahrsansprache, dass ein Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges mit Russland zu "90 % fertig" sei. Die verbleibenden 10 % würden laut Selenskyj "über das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine und Europas entscheiden".
Selenskyjs Ansprache, die gehalten wurde, als sich die Ukraine ihrem vierten Konfliktjahr mit Russland näherte, konzentrierte sich hauptsächlich auf den Widerstand der Nation gegen Moskaus umfassende Invasion. Das Streben nach einem Friedensabkommen erfolgt inmitten anhaltender Spannungen und Anschuldigungen zwischen den beiden Ländern.
In seiner eigenen Neujahrsbotschaft sagte der russische Präsident Wladimir Putin seinen Truppen: "Wir glauben an euch und unseren Sieg", was Russlands anhaltendes Engagement für seine militärischen Ziele signalisiert. Der Konflikt, der 2014 nach der russischen Annexion der Krim und der Unterstützung von Separatisten in der Ostukraine begann, hat sich zu einer großen geopolitischen Krise entwickelt, die internationale Akteure einbezieht und die Sicherheitslandschaft Europas verändert.
Bereits am Mittwoch veröffentlichte Moskau angebliche Beweise dafür, dass die Ukraine Drohnen eingesetzt habe, um Putins private Residenz am Waldai-See im Nordwesten Russlands anzugreifen. Die Anschuldigungen, die Kiew vehement zurückgewiesen hat, enthielten eine Karte, die angeblich zeigte, dass die Drohnen aus den Regionen Sumy und Tschernihiw in der Ukraine gestartet wurden, sowie Videoaufnahmen einer abgeschossenen Drohne in einem verschneiten Waldgebiet. Ein Soldat identifizierte in dem Video das Wrack als eine ukrainische Chaklun-Drohne. Die BBC berichtete, dass sie die Aufnahmen oder den Aufnahmeort nicht verifizieren konnte.
Russland erklärte, es werde seine Position zu den laufenden Friedensverhandlungen angesichts dieser angeblichen Angriffe überprüfen. Die Anschuldigungen und Gegenanschuldigungen verdeutlichen das tiefe Misstrauen und die Feindseligkeit, die die Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland weiterhin belasten und die Bemühungen um eine dauerhafte Lösung des Konflikts erschweren. Die internationale Gemeinschaft ist weiterhin stark involviert, wobei verschiedene Länder und Organisationen Mediation und humanitäre Hilfe anbieten und gleichzeitig Sanktionen verhängen und der Ukraine militärische Hilfe leisten.
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