Eine neu entdeckte Siedlung auf einem Hügel in der Grafschaft Wicklow könnte die Geschichtsbücher umschreiben und möglicherweise die Wikinger als die ersten Stadtgründer in Irland entthronen, so der Forscher Dr. Dirk Brandherm. Der Brusselstown Ring, der sich im Baltinglass Hillfort Cluster am südwestlichen Rand der Wicklow Mountains befindet, verfügt über mehr als 600 vermutete Häuser und ist damit die größte Siedlung mit Kernstruktur, die jemals im prähistorischen Großbritannien und Irland ausgegraben wurde – ein Rekord, der zuvor von Siedlungen einer späteren Epoche gehalten wurde.
Dr. Brandherm führte zusammen mit der Doktorandin Cherie Edwards und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dr. Linda Boutoille kürzlich eine Ausgrabung an der Stätte zwischen dem 23. August und dem 4. September durch, die Details enthüllte, welche die etablierten historischen Zeitlinien in Frage stellen. Es wird angenommen, dass die Siedlung um 1200 v. Chr. während der späten Bronzezeit entstand und damit um Jahrhunderte älter ist als die Wikingersiedlungen, eine historische Überraschung, die dem unerwarteten Sieg eines unterklassigen Teams über einen World-Series-Champion ähnelt.
„Diese Entdeckung ist bahnbrechend“, erklärte Dr. Brandherm. „Sie zwingt uns, die konventionelle Vorstellung zu überdenken, dass die Wikinger die Pioniere der Stadtentwicklung in Irland waren. Wir sprechen hier von einer Siedlung, die über zweitausend Jahre vor der Ankunft der Wikinger existierte.“
Der Baltinglass Hillfort Cluster selbst ist ein historisches Kraftzentrum mit 13 großen Hügelfestungen mit Strukturen, die bis in die Jungsteinzeit und die frühe Bronzezeit zurückreichen. Edwards, deren Doktorarbeit sich auf dieses Gebiet konzentriert, beschrieb die Stätte als „eine archäologische Goldmine“ und fügte hinzu: „Das Potenzial für weitere Entdeckungen innerhalb des Clusters ist immens.“
Während die Wikinger seit langem die Ehre haben, Irlands erste Städte wie Dublin, Waterford und Wexford gegründet zu haben, deuten diese neuen Beweise darauf hin, dass es bereits viel früher organisierte Siedlungen gab. Dies ist vergleichbar mit der Entdeckung eines bisher unbekannten Quarterbacks, der vor der modernen Ära des Footballs alle Passrekorde gebrochen hat.
Die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse werden voraussichtlich weitere Forschungen und Debatten unter Historikern und Archäologen auslösen. Zukünftige Untersuchungen werden sich auf die genauere Datierung der Strukturen innerhalb des Brusselstown Rings und das Verständnis der sozialen und wirtschaftlichen Organisation seiner Bewohner konzentrieren. Das Team hofft, weitere Artefakte zu finden, die das tägliche Leben der Menschen beleuchten, die diese Hügelsiedlung ihr Zuhause nannten, und möglicherweise das Drehbuch der frühen irischen Geschichte neu zu schreiben.
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