Brasiliens Oberster Gerichtshof hat Jair Bolsonaros Antrag auf Hausarrest abgelehnt. Die Entscheidung fiel am Donnerstag, einen Tag nachdem Bolsonaros Verteidigungsteam den Antrag eingereicht hatte. Bolsonaro, 70, befindet sich derzeit in Gewahrsam der Bundespolizei.
Der ehemalige Präsident beantragte Hausarrest aus humanitären Gründen. Er wurde in der vergangenen Woche mehrfach ins Krankenhaus eingeliefert. Die Behandlungen betrafen hartnäckigen Schluckauf und einen Leistenbruch. Richter Alexandre de Moraes nannte Bolsonaros Zugang zu medizinischer Versorgung rund um die Uhr in der Haft als Begründung für die Ablehnung.
Die Entscheidung des Gerichts bedeutet, dass Bolsonaro weiterhin im Gefängnis bleibt. Sein Anwaltsteam hat sich noch nicht zu der Ablehnung geäußert.
Bolsonaro ist mit mehreren Ermittlungen im Zusammenhang mit seiner Amtszeit konfrontiert. Dazu gehören Untersuchungen zu seinem Umgang mit der COVID-19-Pandemie und mutmaßliche Versuche, die Wahlergebnisse von 2022 zu untergraben.
Bolsonaros Anwaltsteam kann gegen die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Berufung einlegen. Weitere rechtliche Auseinandersetzungen werden erwartet.
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