Kinobetreiber in den Vereinigten Staaten und Kanada verzeichneten im Jahr 2025 eine leichte Erholung und verkauften schätzungsweise Tickets im Wert von 8,9 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, wie Daten von Comscore zeigen. Dieser bescheidene Erfolg wurde trotz eines schwierigen Jahres erzielt, das von zahlreichen Kassenenttäuschungen geprägt war, insbesondere im Oktober, als Filme wie "The Smashing Machine", "Tron: Ares" und "Springsteen: Deliver Me From Nowhere" die Erwartungen nicht erfüllten.
Ein Schlüsselfaktor für diese marginale Verbesserung war das verstärkte Engagement von regelmäßigen Kinobesuchern. Cinema United, ein Branchenverband, meldete einen Anstieg von 8 Prozent bei der Anzahl der Personen, die jährlich mindestens sechs Filme im Kino sehen. Branchenanalysten führen diesen Trend auf die wachsende Popularität von Mitgliedschaftsprogrammen wie AMC Stubs A-List, Regal Unlimited, Cinemark Movie Club und dem überarbeiteten MoviePass zurück, die einen Anreiz für häufige Besuche bieten. Diese Programme scheinen erfolgreich eine treue Fangemeinde aufgebaut zu haben, die bereit ist, regelmäßig ins Multiplex zu gehen.
Neben den Treueprogrammen fanden einige Filme auf unerwartete Weise Anklang beim Publikum. Hollywood startete erfolgreich das "Minecraft"-Franchise und revitalisierte "Lilo & Stitch", was die anhaltende Kraft etablierten geistigen Eigentums demonstriert. Vielleicht noch ermutigender für die langfristige Gesundheit der Branche ist, dass auch originelle Konzepte erfolgreich waren. "Sinners", "F1: The Movie" und "Weapons" schafften es alle in die Top 20 der Ticketverkäufe des Jahres, eine Leistung, die von rein originellen Filmen im Jahr 2024 nicht erreicht wurde. Dies deutet auf eine potenzielle Verschiebung des Publikumsgeschmacks hin und signalisiert den Wunsch nach neuen Geschichten neben bekannten Franchises.
Die Leistung von Originalfilmen ist besonders bemerkenswert, da die Branche für ihre Abhängigkeit von Fortsetzungen, Remakes und Adaptionen kritisiert wurde. Der Erfolg von "Sinners", "F1: The Movie" und "Weapons" deutet darauf hin, dass das Publikum bereit ist, neue Ideen auszuprobieren, vorausgesetzt, die Umsetzung ist überzeugend. Dies könnte Studios dazu ermutigen, mehr in Originaldrehbücher und vielfältiges Storytelling zu investieren.
Während der Anstieg von 2 Prozent einen Hoffnungsschimmer bietet, bleibt die allgemeine Gesundheit der Kinobranche ein Thema der Debatte. Die beträchtliche Anzahl unverkaufter Plätze im Laufe des Jahres unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen, das Publikum in einer Zeit des Streamings und alternativer Unterhaltungsangebote anzuziehen. Die Branche wird sich wahrscheinlich weiter anpassen und mit neuen Technologien, verbesserten Kinoerlebnissen und vielfältigen Programmen experimentieren, um Kinobesucher anzulocken und ihr Überleben in einer sich entwickelnden Medienlandschaft zu sichern.
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