Laut von Staatsmedien veröffentlichten Bildern stattete Kim Jong-uns Tochter Ju Ae, von der weithin spekuliert wird, dass sie seine potenzielle Nachfolgerin sein könnte, zusammen mit ihren Eltern dem Kumsusan-Palast in Pjöngjang ihren ersten öffentlichen Besuch ab. Die Koreanische Zentrale Nachrichtenagentur (KCNA) veröffentlichte am Freitag Fotos, die die Familie bei der Ehrung von Ju Aes Großvater und Urgroßvater, Kim Jong Il und Kim Il Sung, dem Gründer Nordkoreas, zeigen.
Der Besuch des Mausoleums, in dem die einbalsamierten Leichname der verstorbenen Führer aufbewahrt werden, unterstreicht die laufenden Bemühungen, Ju Aes Position innerhalb des Regimes zu festigen. Analysten vermuten, dass die "Paektu-Blutlinie" der Familie Kim – ein Verweis auf den mythischen Geburtsort der koreanischen Nation auf dem Berg Paektu – maßgeblich dazu beigetragen hat, ihre jahrzehntelange Vorherrschaft in dem isolierten Land aufrechtzuerhalten. Diese sorgfältig gepflegte Mythologie ermöglicht es der Familie Kim, erhebliche Kontrolle über das tägliche Leben auszuüben und die Macht fest in den Händen zu halten.
Der Kumsusan-Palast dient als wichtiger Ort zur Stärkung der Autorität und Legitimität der Familie Kim. Öffentliche Auftritte im Mausoleum, insbesondere von potenziellen Nachfolgern, werden sorgfältig inszeniert, um ein Bild von Kontinuität und Stärke zu vermitteln. Die Wahl von Ju Ae als potenzieller Erbe signalisiert, auch wenn sie nicht offiziell bestätigt ist, eine mögliche Verschiebung hin zu einer dynastischen Nachfolge der vierten Generation.
Die Auswirkungen von Ju Aes potenzieller Nachfolge sind weitreichend, sowohl im Inland als auch international. Im Inland könnte sie die Kontrolle der Familie Kim für eine weitere Generation festigen. International wirft sie Fragen nach der Zukunft des nordkoreanischen Atomprogramms und seinen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und anderen Nationen auf. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Führungsdynamik Nordkoreas weiterhin aufmerksam, da jeder Führungswechsel die regionale Stabilität und die globale Sicherheit erheblich beeinträchtigen könnte.
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