Das indische Agrartechnikunternehmen Arya.ag hat sich in einer reinen Eigenkapital-Finanzierungsrunde der Serie D unter der Führung von GEF Capital Partners 81 Millionen US-Dollar gesichert. Dies demonstriert das Vertrauen der Investoren in das Geschäftsmodell des Unternehmens trotz eines globalen Abschwungs der Agrarrohstoffpreise. Die Finanzierungsrunde umfasste über 70 Millionen US-Dollar an Primärkapital, der Rest wurde für sekundäre Aktienverkäufe verwendet.
Die Investition kommt zu einer Zeit, in der die Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe im Allgemeinen sinken. Die Weltbank hat vor den Risiken gewarnt, denen die Agrarmärkte ausgesetzt sind, darunter extremes Wetter, steigende Inputkosten, Handelsstörungen und Veränderungen in der Biokraftstoffpolitik, die alle zu Preisvolatilität und Lagerverlusten für Unternehmen führen können.
Arya.ag behauptet jedoch, diese Risiken zu mindern, indem es direkte Rohstoffspekulationen vermeidet und ein Modell einsetzt, das dem Abwärtsdruck auf die Preise standhält. Das Unternehmen bietet Lagerungsmöglichkeiten in der Nähe von landwirtschaftlichen Betrieben an und vergibt Kredite an Hunderttausende von Landwirten, wodurch diese mehr Kontrolle über den Zeitpunkt und das Ziel ihrer Ernteverkäufe erhalten. Dieser Ansatz hat es Arya.ag ermöglicht, die Rentabilität aufrechtzuerhalten, was in dem derzeitigen Marktumfeld eine bemerkenswerte Leistung ist.
Arya.ag wurde 2013 von den ehemaligen ICICI Bank-Führungskräften Prasanna Rao, Anand Chandra und Chattanathan Devarajan gegründet und hat seinen Hauptsitz in Noida, Indien. Das Hauptziel des Unternehmens ist es, Landwirte zu unterstützen, indem es ihnen die Infrastruktur und die finanziellen Instrumente zur Verfügung stellt, die sie zur Optimierung ihrer Erträge benötigen. Die jüngste Finanzierungsrunde deutet darauf hin, dass die Investoren davon überzeugt sind, dass das Modell von Arya.ag gut positioniert ist, um die Herausforderungen des aktuellen Agrarmarktes zu meistern und zukünftige Chancen zu nutzen.
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