Eric Schmidt, ehemaliger CEO von Google, betritt mit einem neuen Startup, Bolt Data Energy, die Arena der Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Ziel ist es, umfassende Lösungen für Hyperscale-Rechenzentren anzubieten. Das Unternehmen geht eine strategische Partnerschaft mit Texas Pacific Land (TPL) ein, einem bedeutenden Landbesitzer in West Texas, um Land-, Energie- und Wasserressourcen zu sichern, die für die KI-Entwicklung von entscheidender Bedeutung sind.
Bolt Data Energy setzt auf die umfangreichen Besitztümer von TPL – 882.000 Acres, mehr als die Fläche von Rhode Island – um Rechenzentrumscampus zu errichten. TPL mit einer Marktkapitalisierung von 20 Milliarden US-Dollar bietet Zugang zu Erdgas- und erneuerbaren Energiequellen sowie zu seinem bestehenden Wasserversorgungsgeschäft, das umfunktioniert werden kann, um den erheblichen Wasserbedarf von Rechenzentren zu decken. Schmidt betonte die entscheidende Rolle der Energie bei der Skalierung von KI und erklärte, dass Bolt gegründet wurde, um diese Herausforderung anzugehen und Amerikas Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.
Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die KI-Industrie mit Energieengpässen zu kämpfen hat. Rechenzentren, insbesondere solche, die KI-Workloads unterstützen, benötigen massive Mengen an Strom und Wasser. Indem Bolt einen One-Stop-Shop für Land, Strom und Wasser anbietet, will das Unternehmen den Entwicklungsprozess für Hyperscaler rationalisieren und einen wichtigen Engpass in der Entwicklung der KI-Infrastruktur beseitigen. Diese Initiative könnte den Rechenzentrumsmarkt erheblich beeinflussen, möglicherweise die Kosten senken und den Einsatz von KI-Technologien beschleunigen.
Texas Pacific Land, ursprünglich eine vor 150 Jahren gegründete Eisenbahngesellschaft, hat sich zu einem Öl- und Gasunternehmen entwickelt. Seine riesigen Landbesitzungen und die bestehende Infrastruktur machen es zu einem wertvollen Partner im Bereich der Rechenzentren. Schmidts Einstieg in den Markt untermauert die wachsende Bedeutung einer spezialisierten Infrastruktur für KI zusätzlich.
Mit Blick auf die Zukunft hängt der Erfolg von Bolt Data Energy von seiner Fähigkeit ab, seine Ressourcen in West Texas effizient zu entwickeln und zu verwalten. Die Strategie des Unternehmens könnte einen Präzedenzfall für die zukünftige Entwicklung von Rechenzentren schaffen, insbesondere in Regionen mit reichlich vorhandenen Energieressourcen. Die Partnerschaft zwischen einem Technologie-Schwergewicht wie Schmidt und einem landreichen Unternehmen wie TPL signalisiert eine neue Ära im Wettlauf um die Energieversorgung der KI-Revolution.
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