Besonders bemerkenswert war der Befund, weil ADAMTS2 auch in einer unabhängigen Studie mit weißen Personen als Top-Gen hervorging, was auf einen gemeinsamen zugrunde liegenden Mechanismus bei der Entwicklung von Alzheimer hindeutet, so die Forscher. Diese Entdeckung eröffnet potenzielle Wege für neue Behandlungsstrategien, die auf diesen gemeinsamen biologischen Pfad abzielen.
Die Alzheimer-Krankheit betrifft Afroamerikaner in den Vereinigten Staaten etwa doppelt so häufig wie weiße Personen oder Personen europäischer Abstammung. Forscher suchen seit langem nach den genetischen und umweltbedingten Faktoren, die zu dieser Ungleichheit beitragen. Die Identifizierung von ADAMTS2 als potenziell universelles Alzheimer-Gen stellt einen bedeutenden Fortschritt dar.
Die am 1. Januar 2026 veröffentlichte Studie unterstreicht die Bedeutung der Einbeziehung verschiedener Bevölkerungsgruppen in die genetische Forschung. Durch die Untersuchung von afroamerikanischem Hirngewebe konnten die Forscher ein Gen identifizieren, das in Studien, die sich ausschließlich auf weiße Bevölkerungsgruppen konzentrierten, möglicherweise übersehen worden wäre. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer breiteren Repräsentation in der Forschung, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse auf alle von der Krankheit betroffenen Personen anwendbar sind.
Die Auswirkungen dieser Forschung gehen über die Genetik hinaus. Das Verständnis der Rolle von ADAMTS2 bei Alzheimer könnte zur Entwicklung gezielter Therapien führen, die die zugrunde liegenden biologischen Prozesse, die die Krankheit antreiben, angehen. Dies könnte potenziell Menschen aller Rassen und ethnischen Zugehörigkeiten zugute kommen.
Weitere Forschung ist erforderlich, um die Funktion von ADAMTS2 bei Alzheimer vollständig aufzuklären und festzustellen, wie es mit anderen genetischen und umweltbedingten Faktoren interagiert. Wissenschaftler arbeiten derzeit an der Entwicklung von Zell- und Tiermodellen, um das Gen detaillierter zu untersuchen. Die Hoffnung ist, dass diese Forschung letztendlich zu neuen und wirksameren Behandlungen für die Alzheimer-Krankheit führen wird.
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