MicroStrategy, Michael Saylors Bitcoin-sammelndes Unternehmen, erlebte heute im frühen Handel eine leichte Erholung, wobei der Aktienkurs um 1,22 % stieg. Das Unternehmen befindet sich jedoch weiterhin in einer prekären Lage, da sein Market-to-Net Asset Value (mNAV) mit der kritischen Schwelle von 1,0 flirtet.
Die Aktie des Unternehmens ist seit ihrem Höchststand im vergangenen Juli um 66 % gefallen. Heute Morgen lag der mNAV von MicroStrategy bei 1,02, einem technischen Indikator, der signalisiert, ob das Unternehmen mehr oder weniger wert ist als seine Bitcoin-Bestände. Ein Rückgang unter 1 würde bedeuten, dass der Wert des Unternehmens geringer ist als seine Bitcoin-Reserven, was möglicherweise einen erheblichen Ausverkauf auslösen würde, da die Anleger die Gründe für den Besitz der Aktie in Frage stellen.
Die aktuelle Marktkapitalisierung von MicroStrategy beträgt 4,7 Milliarden US-Dollar, während die Bitcoin-Bestände des Unternehmens auf knapp 6,0 Milliarden US-Dollar geschätzt werden. Diese Diskrepanz versetzt das Unternehmen bereits in eine gefährdete Position. Der mNAV wird berechnet, indem die gesamte Marktkapitalisierung des Unternehmens zuzüglich seiner Schulden, abzüglich seiner Barmittel, genommen und durch seine gesamte Bitcoin-Reserve dividiert wird. Wenn der resultierende Wert unter 1 fällt, schwächt sich die Investmentthese für den Besitz von MicroStrategy-Aktien erheblich ab. Die Aktie bewegt sich seit November knapp über dieser Gefahrenzone.
Die Strategie von MicroStrategy, Bitcoin anzusammeln, wird vom Markt genau beobachtet, wobei das Unternehmen effektiv zu einem Proxy für Bitcoin-Investitionen geworden ist. Michael Saylor, der Chairman des Unternehmens, ist ein lautstarker Verfechter von Bitcoin, und die Aktienperformance von MicroStrategy ist stark mit den Preisbewegungen der Kryptowährung korreliert.
Die Zukunftsaussichten für MicroStrategy hängen von der Performance von Bitcoin und der Fähigkeit des Unternehmens ab, einen mNAV über 1 zu halten. Ein anhaltender Rückgang des Bitcoin-Wertes könnte den mNAV des Unternehmens unter die kritische Schwelle drücken, was möglicherweise zu einer scharfen Korrektur des Aktienkurses führen könnte. Anleger werden in den kommenden Wochen sowohl den Bitcoin-Preis als auch den mNAV von MicroStrategy genau beobachten.
Discussion
Join the conversation
Be the first to comment