Der Befund war besonders bemerkenswert, da ADAMTS2 auch in einer unabhängigen Studie mit weißen Personen als Top-Gen hervorging, was auf einen gemeinsamen zugrunde liegenden Mechanismus bei der Entwicklung von Alzheimer hindeutet, unabhängig von der Rasse. Forscher glauben, dass diese Entdeckung den Weg für neue und effektivere Behandlungsstrategien ebnen könnte.
Die Alzheimer-Krankheit betrifft Afroamerikaner überproportional, und zwar etwa doppelt so häufig wie bei weißen Personen oder Personen europäischer Abstammung in den Vereinigten Staaten. Während Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung und sozioökonomische Faktoren bekanntermaßen dazu beitragen, wird vermutet, dass auch genetische Faktoren eine bedeutende Rolle spielen. Die Identifizierung von ADAMTS2 bietet eine potenzielle genetische Verbindung, die über rassische Grenzen hinausgeht.
Die Studie, in der Hirngewebeproben analysiert wurden, konzentrierte sich auf die Genexpression – den Prozess, bei dem Informationen aus einem Gen bei der Synthese eines funktionellen Genprodukts verwendet werden. Die erhöhte Aktivität von ADAMTS2 bei Alzheimer-Patienten deutet darauf hin, dass es an der Progression der Krankheit beteiligt sein könnte.
Forscher arbeiten nun daran, die spezifische Funktion von ADAMTS2 im Gehirn zu verstehen und wie seine Aktivität zur Entwicklung von Alzheimer beiträgt. Dies umfasst die Untersuchung des von dem Gen produzierten Proteins und seiner Wechselwirkungen mit anderen Molekülen im Gehirn.
Die Auswirkungen dieser Forschung gehen über potenzielle Behandlungen hinaus. Das Verständnis der gemeinsamen biologischen Pfade könnte zu früheren und genaueren Diagnosewerkzeugen führen, von denen alle von Alzheimer bedrohten Bevölkerungsgruppen profitieren würden. Zukünftige Studien werden sich auf die Validierung dieser Ergebnisse in größeren und vielfältigeren Populationen konzentrieren sowie potenzielle therapeutische Interventionen untersuchen, die auf ADAMTS2 abzielen.
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