Präsident Donald Trump bekräftigte sein Interesse am Erwerb Grönlands durch die Vereinigten Staaten und verwies auf nationale Sicherheitsinteressen, nachdem Dänemarks Premierministerin ihn aufgefordert hatte, keine Drohungen bezüglich der Insel mehr auszusprechen. Gegenüber Reportern erklärte Trump: "Wir brauchen Grönland unter dem Gesichtspunkt der nationalen Sicherheit" und belebte damit einen Vorschlag, den er bereits mehrfach unterbreitet hat.
Der Vorschlag, das teilautonome dänische Territorium solle Teil der USA werden, stieß auf Widerstand bei grönländischen und dänischen Politikern. Grönlands Premierminister, Jens Frederik Nielsen, reagierte auf Trumps Kommentare mit den Worten "jetzt reicht es aber" und bezeichnete die Idee einer US-Kontrolle als "Fantasie". Nielsen betonte die Notwendigkeit eines respektvollen Dialogs über die richtigen Kanäle und die Einhaltung des Völkerrechts. "Kein weiterer Druck. Keine weiteren Andeutungen. Keine weiteren Annexionsfantasien", erklärte er. "Wir sind offen für Dialog. Wir sind offen für Diskussionen. Aber dies muss über die richtigen Kanäle und unter Achtung des Völkerrechts geschehen."
Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen bekräftigte, dass "die USA kein Recht haben, irgendeine der drei Nationen im dänischen Königreich zu annektieren". Sie wies auch darauf hin, dass Dänemark und damit auch Grönland Mitglied der NATO ist.
Trumps Interesse an Grönland rührt von seiner strategischen Lage und seinem potenziellen Mineralreichtum her. Die geografische Lage der Insel ist von Bedeutung für Verteidigungszwecke, insbesondere in der Arktisregion.
Die Vorstellung, dass die USA Grönland kaufen, ist nicht neu. Die US-Regierung erwog den Kauf der Insel bereits 1867 und erneut nach dem Zweiten Weltkrieg. Im August 2019 wurde Trumps Interesse am Kauf Grönlands öffentlich bekannt, was zu heftigen Reaktionen dänischer Beamter führte, die bekräftigten, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe.
Im März fanden vor dem US-Konsulat in Nuuk, Grönland, Proteste gegen die Aussicht auf eine Annexion statt, die die lokale Stimmung gegen die mögliche Übertragung der Souveränität widerspiegelten. Der aktuelle Stand möglicher Verhandlungen oder Gespräche ist weiterhin unklar, aber die grönländischen Politiker haben auf einem respektvollen Dialog im Rahmen des Völkerrechts bestanden.
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