Nicolás Maduro, der abgesetzte venezolanische Staatschef, plädierte am Montag in einem Bundesgerichtssaal in Lower Manhattan auf nicht schuldig in Bezug auf Anklagen wie Drogenhandel und behauptete, er sei während einer US-Militärrazzia in Caracas entführt worden. Maduro bestand darauf, dass er immer noch Venezuelas Präsident sei.
Maduro, der vor Richter Alvin K. Hellerstein erschien, erklärte durch einen Dolmetscher: "Ich bin unschuldig. Ich bin nicht schuldig... Ich bin ein anständiger Mann. Ich bin immer noch Präsident meines Landes." Seine Frau, Cilia Flores, plädierte ebenfalls auf nicht schuldig und erklärte sich für "völlig unschuldig". Flores, die ein kurzärmeliges marineblaues Hemd über einer orangefarbenen Gefängnisuniform trug, hatte einen Verband auf der Stirn und offensichtliche Prellungen in der Nähe ihres rechten Auges. Die Plädoyers erfolgten zwei Tage, nachdem Maduro und seine Frau bei der US-Militärrazzia gefasst worden waren.
Die Anhörung endete damit, dass ein nicht identifizierter Mann auf der Galerie Maduro auf Spanisch ansprach und erklärte, er werde "für seine Verbrechen bezahlen".
Die Anklagen gegen Maduro beruhen auf angeblicher Beteiligung an Drogenhandel und anderen Verbrechen, Anschuldigungen, die er vehement bestreitet. Die US-Regierung strebt seit langem Maduros Entmachtung an und erkennt Oppositionsführer Juan Guaidó als legitimen Präsidenten Venezuelas an. Diese Maßnahme spiegelt einen umfassenderen geopolitischen Kampf wider, der konkurrierende Ansprüche auf Legitimität und Anschuldigungen des Autoritarismus beinhaltet.
Die US-Militärrazzia, die zu Maduros Gefangennahme führte, stellt eine erhebliche Eskalation der US-Beteiligung in Venezuela dar. Die Auswirkungen dieser Maßnahme sind weitreichend und könnten die internationalen Beziehungen beeinträchtigen, insbesondere zu Ländern, die sie als Verletzung der venezolanischen Souveränität betrachten.
Der Fall geht nun in die nächste Phase des Gerichtsverfahrens über, wobei weitere Anhörungen und mögliche Verhandlungstermine festgelegt werden müssen. Die Situation bleibt unübersichtlich, mit dem Potenzial für weitere politische und diplomatische Auswirkungen im Zuge des Gerichtsverfahrens. Die aktuelle Zeit in Caracas, Venezuela, ist 15:27 Uhr.
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