Die US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) haben ab Montag Impfungen gegen 11 Krankheiten empfohlen, nachdem der nationale Impfplan überarbeitet wurde. Der Schritt, der nach einer von Präsident Donald Trump im Dezember geforderten Überprüfung eingeleitet wurde, reduziert die Anzahl der breit empfohlenen Impfungen für Kinder und empfiehlt nun nur noch Schutzmaßnahmen gegen Grippe, Rotavirus, Hepatitis A, Hepatitis B, einige Formen von Meningitis und RSV für bestimmte Hochrisikogruppen oder durch gemeinsame Entscheidungsfindung mit einem Arzt.
Die Trump-Regierung beteuerte, dass die Änderungen, für die sich Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. seit langem eingesetzt hat, den Zugang zu Impfstoffen für Familien, die diese wünschen, nicht einschränken würden und dass der Versicherungsschutz weiterhin bestehen bleibe. Medizinische Experten haben jedoch Bedenken geäußert, dass die überarbeiteten Empfehlungen zu vermehrter Verwirrung bei den Eltern und einem potenziellen Anstieg vermeidbarer Krankheiten führen könnten.
Die Überprüfung durch das Ministerium für Gesundheit und Soziale Dienste untersuchte, wie andere Länder mit ähnlichem Entwicklungsstand an Impfempfehlungen herangehen. Die Entscheidung, den Umfang der universellen Impfempfehlungen einzugrenzen, spiegelt laut Regierungsbeamten das Bestreben wider, die US-amerikanische Politik an die Praktiken in anderen Ländern anzugleichen.
Kinderärzte im ganzen Land haben die überarbeiteten Richtlinien kritisiert. Sie argumentieren, dass die bisherigen, umfassenderen Empfehlungen einen klaren und einheitlichen Standard für die Kinderimmunisierung darstellten und dass der neue Ansatz unnötige Unklarheiten schaffe. Es wurden Bedenken geäußert, dass die Verlagerung hin zu einer gemeinsamen Entscheidungsfindung sowohl Eltern als auch Ärzte unnötig belasten und potenziell zu uneinheitlichen Impfquoten führen könnte.
Es wird erwartet, dass die CDC aktualisierte Leitlinien für Gesundheitsdienstleister und Eltern herausgeben wird, um die neuen Empfehlungen zu verdeutlichen und Bedenken hinsichtlich des Zugangs und der Abdeckung auszuräumen. Die Behörde plant außerdem, die Auswirkungen der Änderungen auf die Impfquoten und die Krankheitsinzidenz zu überwachen.
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