Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) reduzieren die Anzahl der routinemäßig empfohlenen Impfungen für alle Kinder in den Vereinigten Staaten von 17 auf 11, was eine beispiellose Änderung im Impfplan für Kinder darstellt. Der neue Zeitplan, der am 5. Januar 2026 veröffentlicht wurde, stuft mehrere Impfstoffe, darunter solche gegen Rotaviren, Hepatitis A und B, Meningitis und saisonale Grippe, in die Kategorie "gemeinsame Entscheidungsfindung" ein. Dies bedeutet, dass diese Impfstoffe nun in erster Linie für Kinder mit hohem Risiko oder nach Rücksprache mit einem Gesundheitsdienstleister empfohlen werden.
Gesundheitsminister Robert F. Ke erklärte, die Entscheidung basiere auf einer umfassenden Überprüfung epidemiologischer Daten und Studien zur Impfstoffwirksamkeit. "Wir sind zuversichtlich, dass dieser aktualisierte Zeitplan Kinder weiterhin vor vermeidbaren Krankheiten schützt und gleichzeitig individuellere Gesundheitsentscheidungen ermöglicht", sagte Ke.
Die Verschiebung spiegelt ein wachsendes Verständnis für unterschiedliche Risikofaktoren bei Kindern wider und zielt darauf ab, eine stärker personalisierte Präventivversorgung zu fördern. Bisher wurden diese Impfstoffe allen Kindern unabhängig von ihrem individuellen Risikoprofil universell empfohlen. Nun werden Gesundheitsdienstleister ermutigt, die spezifischen Umstände jedes Kindes zu beurteilen, einschließlich geografischer Lage, Familiengeschichte und potenzieller Expositionsrisiken, um den am besten geeigneten Impfplan zu bestimmen.
Das CDC betonte, dass die Änderung keine Verringerung der Bedeutung von Impfungen bedeutet. Vielmehr signalisiert sie eine Verlagerung hin zu einem gezielteren Ansatz. "Impfstoffe sind nach wie vor eines der wirksamsten Instrumente, die wir haben, um Kinder vor schweren Krankheiten zu schützen", sagte ein Sprecher des CDC. "Dieser neue Zeitplan ermöglicht lediglich einen differenzierteren Ansatz bei den Impfempfehlungen."
Einige Experten haben Bedenken hinsichtlich des Potenzials für sinkende Impfquoten und der Auswirkungen auf die Herdenimmunität geäußert. Dr. Emily Carter, eine Kinderärztin am Children's Hospital of Philadelphia, merkte an, dass "gemeinsame Entscheidungsfindung" in der Praxis eine Herausforderung darstellen kann und möglicherweise zu Verwirrung und Zögern bei den Eltern führt. "Es ist entscheidend, dass Gesundheitsdienstleister gut gerüstet sind, um diese Gespräche mit Familien zu führen und klare, evidenzbasierte Informationen bereitzustellen", sagte Carter.
Das CDC plant, eine öffentliche Gesundheitskampagne zu starten, um Eltern und Gesundheitsdienstleister über den neuen Impfplan und die Bedeutung der gemeinsamen Entscheidungsfindung aufzuklären. Sie werden auch Ressourcen und Schulungen bereitstellen, um Gesundheitsdienstleister bei der Umsetzung der aktualisierten Empfehlungen zu unterstützen. Die Behörde wird weiterhin die Impfquoten und die Krankheitsinzidenz überwachen, um die Auswirkungen des neuen Zeitplans zu beurteilen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen.
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