Die neuen Vorschriften werden vorschreiben, dass Fahrer über 70 alle drei Jahre nachweisen müssen, dass sie ein Nummernschild aus 20 Metern Entfernung lesen können. Derzeit müssen Fahrer jeden Alters nach dem erstmaligen Erwerb ihres Führerscheins ihre Fähigkeiten oder ihre Gesundheit nicht nachweisen. Die Driver and Vehicle Licensing Agency (DVLA) [Anm. d. Übersetzers: Britische Zulassungsstelle] stützt sich auf ein System der Selbstauskunft, bei dem die Fahrer selbst dafür verantwortlich sind, die Behörde zu informieren, wenn sie fahruntüchtig werden.
Edmund King, Präsident der Automobilorganisation AA, wies auf die Zugänglichkeit der Augenheilkunde hin und erklärte: "Sehtests sind für Personen über 60 ohnehin kostenlos."
Die Strategie zur Verkehrssicherheit schlägt auch andere Maßnahmen vor, darunter die Senkung der Promillegrenze in England, um sie an die schottische Grenze anzugleichen, und die Einführung von Strafpunkten für das Nichtanlegen von Sicherheitsgurten. Diese Vorschläge wurden erstmals im August berichtet.
Die Regierung ist der Ansicht, dass obligatorische Sehtests für ältere Fahrer dazu beitragen werden, potenzielle Sehprobleme zu erkennen, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen könnten. Das derzeitige System der Selbstauskunft ist kritisiert worden, weil es darauf beruht, dass Einzelpersonen ihre eigene Fahrtüchtigkeit richtig einschätzen.
Es wird erwartet, dass die neuen Maßnahmen im Parlament debattiert werden, bevor sie umgesetzt werden. Die Regierung wird außerdem eine öffentliche Aufklärungskampagne starten, um die Fahrer über die Änderungen zu informieren und zu regelmäßigen Augenuntersuchungen zu ermutigen.
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