Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado schwor, nach Venezuela zurückzukehren, und wies die Autorität von Delcy Rodríguez zurück, der von den USA unterstützten Interimspräsidentin nach der Entmachtung von Nicolás Maduro. In einem Interview mit Fox News von einem unbekannten Ort aus erklärte Machado, ihre Bewegung sei bereit, eine freie Wahl zu gewinnen.
Machado lobte Donald Trump für seine Rolle bei Maduros Inhaftierung am Samstag. Die Unterstützung des ehemaligen Präsidenten für Rodríguez, Maduros ehemalige Vizepräsidentin, überraschte viele, die erwartet hatten, dass Machado nach Maduros Entmachtung die Führung übernehmen würde. "Ich plane, so schnell wie möglich nach Venezuela zurückzukehren", sagte Machado in dem Interview und fügte hinzu: "Wir glauben, dass dieser Übergang voranschreiten sollte. Wir haben 2024 eine Wahl gewonnen."
Die US-Regierung hat sich noch nicht formell zu Machados Ablehnung von Rodríguez' Interimspräsidentschaft geäußert. Die Umstände von Maduros Entmachtung und Rodríguez' anschließender Ernennung bleiben unklar.
Die Situation folgt auf eine Periode intensiver politischer und wirtschaftlicher Instabilität in Venezuela. Maduros Präsidentschaft war von weitverbreiteten Protesten, Anschuldigungen wegen Menschenrechtsverletzungen und einer schweren Wirtschaftskrise geprägt, die zu Massenauswanderung führte. Die Wahl von 2024, auf die sich Machado bezog, war weithin umstritten, wobei internationale Beobachter Unregelmäßigkeiten feststellten.
Die aktuelle politische Landschaft birgt mehrere Herausforderungen. Machados Rückkehr nach Venezuela könnte die Unterstützung der Opposition verstärken, birgt aber auch das Risiko weiterer Instabilität. Die Unterstützung der USA für Rodríguez zielt darauf ab, einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, hat aber einige innerhalb der venezolanischen Opposition verärgert. Die Zukunft Venezuelas bleibt ungewiss, mit dem Potenzial für weitere politische Umwälzungen.
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