Nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch das US-Militär kündigten Demokraten im Senat am Samstag Pläne an, eine Resolution einzubringen, die darauf abzielt, die Befugnisse von Präsident Donald Trump zur Durchführung von Militäroperationen einzuschränken. Der Fraktionsvorsitzende der Minderheit im Senat, Chuck Schumer, erklärte, die Partei werde innerhalb der Woche eine Abstimmung über die Resolution anstreben.
Der Schritt erfolgt inmitten einer erneuten Debatte über die Rolle des Kongresses bei der Genehmigung des Einsatzes militärischer Gewalt. Schumer räumte die Herausforderungen bei der Verabschiedung einer solchen Maßnahme angesichts der republikanischen Mehrheit in beiden Kammern ein. "Wir sind uns des schwierigen Kampfes bewusst, der vor uns liegt", sagte Schumer Reportern nach einer vertraulichen Unterrichtung über die Venezuela-Operation. "Aber die Einsätze sind zu hoch, um zu schweigen. Der Kongress muss seine verfassungsmäßige Verantwortung in Fragen von Krieg und Frieden wieder geltend machen."
Die vorgeschlagene Resolution ist der jüngste in einer Reihe von Versuchen von Gesetzgebern, die Macht des Präsidenten bei militärischen Einsätzen einzuschränken. Seit Trump 2025 seine zweite Amtszeit angetreten hat, sind bei einigen Kongressabgeordneten Bedenken hinsichtlich dessen gewachsen, was sie als einseitige Militäraktionen ohne ordnungsgemäße Genehmigung des Kongresses betrachten.
Die Debatte verdeutlicht eine seit langem bestehende Spannung zwischen der Exekutive und der Legislative in Bezug auf die Kriegsbefugnisse. Die Verfassung überträgt dem Kongress die Befugnis, den Krieg zu erklären, aber die Präsidenten haben in der Vergangenheit die Befugnis beansprucht, in verschiedenen Situationen militärisch zu handeln, wobei sie sich oft auf nationale Sicherheitsinteressen berufen.
Die US-Militäroperation in Venezuela hat internationale Verurteilung hervorgerufen, wobei die Vereinten Nationen ihre Rechtmäßigkeit in Frage stellen. Maduro, der sich derzeit in US-Gewahrsam befindet, beteuert, er sei immer noch der legitime Präsident Venezuelas. Die Situation hat auch die Spannungen mit Russland und China verschärft, die beide enge Beziehungen zu Venezuela unterhalten.
Die bevorstehende Abstimmung im Senat wird voraussichtlich genau beobachtet werden, da sie ein Signal für das Ausmaß der Unterstützung des Kongresses für die Wiederherstellung seiner Autorität über militärische Aktionen sein könnte. Angesichts des derzeitigen politischen Klimas steht die Resolution jedoch vor erheblichen Hürden für ihre Verabschiedung. Der Zeitpunkt und die konkrete Formulierung der Resolution werden laut Schumers Büro noch fertiggestellt.
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