US-Beamte erwägen die Abfangung und Beschlagnahmung eines russischen Öltankers, der sich derzeit über den Atlantik nach Europa bewegt, wie CBS News, der Medienpartner der BBC in den Vereinigten Staaten, berichtet. Zwei ungenannte US-Beamte teilten CBS News mit, dass amerikanische Streitkräfte die mögliche Abfangung des Schiffes planen, das in der Vergangenheit Berichten zufolge venezolanisches Rohöl transportiert hat und sich vermutlich zwischen Schottland und Island befindet.
Die mögliche Maßnahme folgt auf die Erklärung von Präsident Donald Trump im letzten Monat, dass er eine "Blockade" von sanktionierten Öltankern anordne, die entweder nach Venezuela ein- oder ausreisen. Die venezolanische Regierung verurteilte den Schritt als "Diebstahl". Trump hat der venezolanischen Regierung auch wiederholt vorgeworfen, Schiffe zum Transport von Drogen in die USA zu benutzen.
Letzten Monat versuchte die US-Küstenwache, die Bella 1 in der Karibik zu entern, da sie vermutete, dass sie auf dem Weg nach Venezuela war. Die US-Behörden hatten einen Haftbefehl zur Beschlagnahmung des Schiffes erwirkt, da sie Verstöße gegen US-Sanktionen im Zusammenhang mit dem Transport von iranischem Öl geltend machten. Die Bella 1 änderte daraufhin Berichten zufolge ihren Kurs, wurde in Marinera umbenannt und umgeflaggt.
Die USA haben Sanktionen gegen die venezolanische Ölindustrie verhängt, um die Regierung von Nicolás Maduro unter Druck zu setzen. Diese Sanktionen verbieten es US-Unternehmen und -Bürgern, Geschäfte mit dem staatlichen venezolanischen Ölkonzern PDVSA zu tätigen. Die US-Regierung argumentiert, dass diese Sanktionen darauf abzielen, das Maduro-Regime daran zu hindern, Öleinnahmen zur Aufrechterhaltung seiner Macht zu nutzen.
Die mögliche Abfangung des russischen Tankers wirft Fragen auf, inwieweit die USA bereit sind, ihr Sanktionsregime gegen Länder und Organisationen durchzusetzen, die weiterhin mit Venezuela Handel treiben. Es bleibt auch unklar, welche konkrete rechtliche Begründung die USA für die Beschlagnahmung eines russischen Schiffes in internationalen Gewässern anführen würden. Die Situation ist weiterhin im Fluss, und es werden weitere Entwicklungen erwartet, während der Tanker seine Reise fortsetzt.
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