Das Weiße Haus bestätigte, dass Präsident Donald Trump verschiedene Optionen, einschließlich möglicher militärischer Beteiligung, zur Akquisition Grönlands von Dänemark geprüft hat. Laut dem Weißen Haus wird der Erwerb des teilautonomen dänischen Territoriums als "nationale Sicherheitsangelegenheit" für die Vereinigten Staaten betrachtet.
Diese Ankündigung folgte einer gemeinsamen Erklärung europäischer Staats- und Regierungschefs, in der sie Dänemark ihre Unterstützung zusicherten, das sich Trumps Interesse am Kauf der arktischen Insel widersetzt hat. Am Wochenende bekräftigte Trump die Notwendigkeit Grönlands für die USA aus Sicherheitsgründen, woraufhin die dänische Premierministerin Mette Frederiksen warnte, dass ein US-amerikanischer Angriff das Ende der NATO bedeuten würde.
Das Weiße Haus erklärte am Dienstag, dass "der Präsident und sein Team eine Reihe von Optionen zur Verfolgung dieses wichtigen außenpolitischen Ziels erörtern, und natürlich steht dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-Militärs immer zur Verfügung."
Die Vorstellung, dass die USA Grönland erwerben, wurde von Trump und seinen Beratern öffentlich diskutiert, was Fragen nach den strategischen Interessen der USA in der Arktis aufwirft. Grönlands strategische Lage und potenzielle natürliche Ressourcen haben es zu einem Gegenstand geopolitischen Interesses gemacht.
Die NATO, ein transatlantisches Militärbündnis, operiert nach dem Prinzip der kollektiven Verteidigung, bei dem von den Mitgliedstaaten erwartet wird, dass sie sich im Falle eines externen Angriffs gegenseitig unterstützen. Die Andeutung potenzieller militärischer Maßnahmen der USA zur Akquisition Grönlands hat Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf das Bündnis geweckt.
Die dänische Regierung hat bekräftigt, dass Grönland nicht zum Verkauf steht. Premierministerin Frederiksen hat die Idee, Grönland zu verkaufen, als "absurd" bezeichnet. Die USA haben seit Mitte des 19. Jahrhunderts ein langjähriges Interesse an Grönland. Im Jahr 1946 boten die USA Dänemark 100 Millionen Dollar für den Kauf der Insel an, aber das Angebot wurde abgelehnt.
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