Die Ankündigung folgt auf eine frühere Erklärung vom 5. Dezember, dass Netflix die Film- und Streaming-Geschäfte von Warner Bros für 72 Milliarden US-Dollar (USD) erwirbt, was etwa 54 Milliarden Euro entspricht, ein Geschäft, das die globale Medienlandschaft umgestalten würde. Der Vorstand von Warner Bros erklärte, dass das Angebot von Paramount nicht mit den besten Interessen seiner Aktionäre übereinstimme und die Kriterien eines "überlegenen Angebots" nicht erfülle.
Paramount hatte argumentiert, dass sein Angebot dem Netflix-Deal "überlegen" sei, und vorgeschlagen, alle Warner Bros-Einheiten zu übernehmen, einschließlich seiner Fernsehsender wie CNN und TNT, die eine bedeutende internationale Reichweite und Einfluss haben. Die potenzielle Übernahme dieser Sender warf Fragen nach der Medienkonzentration und ihren Auswirkungen auf die Vielfalt der Stimmen in Nachrichten und Unterhaltung weltweit auf.
Samuel Di Piazza Jr., Vorsitzender des Verwaltungsrats von Warner Bros, bekräftigte die einstimmige Unterstützung des Vorstands für den Netflix-Deal. "Das Angebot von Paramount bietet weiterhin unzureichenden Wert, einschließlich Bedingungen wie eine außerordentliche Höhe der Fremdfinanzierung, die Risiken für den Abschluss birgt, und mangelnder Schutz für unsere Aktionäre, wenn eine Transaktion nicht abgeschlossen wird", erklärte Di Piazza Jr. "Unsere verbindliche Vereinbarung mit Netflix wird einen höheren Wert bieten."
Die konkurrierenden Angebote unterstreichen die anhaltende Konsolidierung innerhalb der globalen Medienindustrie, die durch den Aufstieg von Streaming-Diensten und die Notwendigkeit, in einem zunehmend digitalen Markt zu konkurrieren, vorangetrieben wird. Der Netflix-Deal würde, falls er abgeschlossen wird, die Position des Unternehmens als dominierender Akteur im internationalen Streaming-Bereich weiter festigen und möglicherweise die Content-Produktion und -Distribution in verschiedenen Regionen beeinflussen. Die geplante Übernahme wirft auch Bedenken hinsichtlich der Zukunft traditioneller Medienunternehmen und ihrer Fähigkeit, mit Streaming-Giganten zu konkurrieren, auf. Die Situation ist weiterhin im Fluss, und die Aktionäre stehen nun vor einer kritischen Entscheidung, die weitreichende Auswirkungen auf die Zukunft von Warner Bros Discovery und das breitere Medienökosystem haben wird.
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