Kämpfe zwischen der syrischen Armee und den von Kurden geführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) in Aleppo, Syrien, haben laut einem Al-Jazeera-Bericht vom 7. Januar 2026 Tausende Zivilisten vertrieben. Die Zusammenstöße ereigneten sich in Gebieten, die die syrische Regierung zu militärischen Sperrzonen erklärt hatte.
Resul Serdar von Al Jazeera berichtete vor Ort und wurde Zeuge des Exodus von Menschen, die vor dem Konflikt flohen. Die genauen Gründe für die Eskalation der Kämpfe waren zunächst unklar, aber die syrische Armee und die SDF haben eine Vorgeschichte angespannter Beziehungen und territorialer Streitigkeiten in der Region. Die SDF, die von den Vereinigten Staaten im Kampf gegen den IS unterstützt wird, kontrolliert bedeutende Teile Nordsyriens, ein Gebiet, das die syrische Regierung wieder unter ihre Kontrolle bringen will.
Die Kämpfe in Aleppo verdeutlichen die komplexe und vielschichtige Natur des syrischen Bürgerkriegs, der 2011 begann. Während der IS territorial besiegt wurde, operieren weiterhin zahlreiche bewaffnete Gruppen im Land und kämpfen um Macht und Kontrolle. Dieser anhaltende Konflikt hat zu einer schweren humanitären Krise geführt, bei der Millionen von Syrern intern vertrieben wurden und als Flüchtlinge in Nachbarländern leben.
Die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen haben wiederholt einen Waffenstillstand und eine Verhandlungslösung für den Syrienkonflikt gefordert. Zahlreiche Versuche von Friedensgesprächen haben jedoch keine dauerhafte Lösung hervorgebracht. Die aktuellen Kämpfe in Aleppo untergraben diese Bemühungen weiter und verschärfen das Leid der Zivilbevölkerung.
Laut dem Al-Jazeera-Bericht dauerten die Kämpfe an, und es wurde erwartet, dass die Zahl der Vertriebenen steigen würde. Der Bericht enthielt keine Hinweise auf unmittelbare Pläne für einen Waffenstillstand oder eine Deeskalation des Konflikts. Die Situation ist weiterhin unübersichtlich, und weitere Entwicklungen werden in den kommenden Tagen und Wochen erwartet.
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