US-Spezialeinheiten haben am Mittwoch im Nordatlantik den russischen Öltanker Marinera, ehemals bekannt als Bella-1, beschlagnahmt und beriefen sich dabei auf Verstöße gegen US-Sanktionen im Zusammenhang mit venezolanischem Öl. Das Europäische Kommando des US-Militärs führte die Operation nach einer wochenlangen Verfolgung des Schiffes durch, das zuvor eine US-Seeblockade umgangen hatte.
Die Beschlagnahmung zog sofortige Verurteilung aus Moskau nach sich, obwohl konkrete finanzielle Auswirkungen von Russland zunächst nicht detailliert wurden. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte über soziale Medien, dass die Blockade von sanktioniertem und illegalem venezolanischem Öl "weltweit in vollem Umfang in Kraft bleibt". Die Marinera wurde abgefangen, nachdem sie eine US-Seeblockade durchfahren hatte, die den Handel mit sanktioniertem venezolanischem Öl verhindern soll.
Die USA haben Sanktionen gegen den venezolanischen Ölsektor aufrechterhalten, um Druck auf die Regierung von Nicolás Maduro auszuüben. Diese Sanktionen verbieten US-Unternehmen und -Bürgern Transaktionen mit venezolanischem Öl, wodurch Venezuelas Zugang zu internationalen Ölmärkten effektiv eingeschränkt wird. Die Sanktionen sollen dem Maduro-Regime Einnahmen entziehen, haben aber auch zu einer schweren Wirtschaftskrise in Venezuela beigetragen.
Der Tanker, der in den Schifffahrtsregistern als Marinera identifiziert wurde, wurde im März 2025 in der Straße von Singapur lokalisiert. Die Eigentums- und Betriebsdetails des Schiffes werden nun von den US-Behörden untersucht, um das Ausmaß der Sanktionsverstöße und die mögliche Beteiligung anderer Unternehmen festzustellen. Die Beschlagnahmung der Marinera stellt eine deutliche Eskalation bei der Durchsetzung der US-Sanktionen gegen Venezuela und diejenigen dar, die dessen Ölhandel erleichtern. Die Auswirkungen auf die globalen Ölmärkte bleiben abzuwarten, aber Analysten gehen davon aus, dass weitere Störungen der venezolanischen Ölexporte zu marginalen Preiserhöhungen führen könnten.
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