Bose hat die Dokumentation der Application Programming Interface (API) für seine SoundTouch-Lautsprecher veröffentlicht. Dieser Schritt erfolgte zeitgleich mit dem bevorstehenden End-of-Life (EoL) für die Heimkino-Geräte. Das Unternehmen mit Sitz in Framingham, Massachusetts, gab die Ankündigung bekannt, nachdem es im Oktober mitgeteilt hatte, dass seine SoundTouch Wi-Fi-Lautsprecher und Soundbars ab dem 18. Februar nur noch als Standardlautsprecher fungieren würden.
Nach dem Stichtag im Februar erhalten die Lautsprecher keine Sicherheits- oder Software-Updates mehr und verlieren die Cloud-Konnektivität sowie die Kompatibilität mit der SoundTouch-Begleit-App, so Bose. Der Verlust der App-Funktionalität bedeutet, dass Benutzer die Geräte nicht mehr in Musikdienste wie Spotify integrieren, die Audiowiedergabe über mehrere SoundTouch-Geräte hinweg synchronisieren oder gespeicherte Voreinstellungen verwalten können.
Die Entscheidung, die API als Open-Source freizugeben, ermöglicht es Entwicklern und technisch versierten Benutzern potenziell, ihre eigene Software und Integrationen für die SoundTouch-Geräte zu erstellen und deren Funktionalität über den offiziellen Support von Bose hinaus zu erweitern. Eine API (Application Programming Interface) ist eine Reihe von Protokollen und Tools, die es verschiedenen Softwareanwendungen ermöglichen, miteinander zu kommunizieren. Durch die Veröffentlichung der API-Dokumentation stellt Bose die Anweisungen und Spezifikationen bereit, die für Entwickler erforderlich sind, um direkt mit den internen Systemen der SoundTouch-Lautsprecher zu interagieren.
Die End-of-Life-Ankündigung hatte zuvor einige Bose-Kunden frustriert, insbesondere diejenigen, die mehrere SoundTouch-Geräte besaßen. Viele stellten den wachsenden Trend in Frage, dass Unternehmen funktionierende Hardware durch Softwarebeschränkungen obsolet machen.
Die Open-Source-Veröffentlichung der API macht die End-of-Life-Entscheidung zwar nicht rückgängig, bietet aber eine potenzielle Lösung für Benutzer, die die Fähigkeiten ihrer SoundTouch-Lautsprecher erhalten oder erweitern möchten. Der Schritt könnte als Versuch von Bose gewertet werden, negative Kundenstimmungen zu mildern und eine gewisse fortgesetzte Nutzbarkeit für die betroffenen Geräte zu gewährleisten. Die langfristigen Auswirkungen werden vom Grad des Community-Engagements und dem Ausmaß abhängen, in dem Entwickler in der Lage sind, praktikable Alternativen zur offiziellen Bose-Software zu schaffen.
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