Ein geplanter Außeneinsatz außerhalb der Internationalen Raumstation (ISS) wurde am Mittwoch aufgrund eines medizinischen Problems bei einem der Besatzungsmitglieder verschoben, wie die NASA in einer Erklärung mitteilte. Der Weltraumausstieg, der ursprünglich für Donnerstagmorgen geplant war, sollte die Astronauten Mike Fincke und Zena Cardman in einer sechseinhalbstündigen Mission zur Vorbereitung der Installation neuer ausrollbarer Solarmodule einbeziehen.
Das medizinische Problem trat am Mittwochnachmittag auf und veranlasste die NASA, die extravehikuläre Aktivität (EVA) neu zu terminieren. "Aus Gründen des medizinischen Datenschutzes ist es der NASA nicht möglich, weitere Details über das Besatzungsmitglied mitzuteilen", erklärte die Behörde. "Die Situation ist stabil."
Die Verschiebung wirft Fragen nach den potenziellen Auswirkungen auf den Zeitplan für die Aufrüstung des elektrischen Systems der ISS auf. Die neuen Solarmodule gelten als das letzte große Upgrade vor der geplanten Stilllegung der Station im Jahr 2030. Experten der Raumfahrtmedizin betonen, wie wichtig es ist, die Gesundheit der Besatzung in solchen Situationen zu priorisieren. "Jedes medizinische Problem im Weltraum wird aufgrund der begrenzten Ressourcen und der besonderen Herausforderungen der Umgebung sehr ernst genommen", erklärte Dr. Emily Carter, eine Spezialistin für Luft- und Raumfahrtmedizin an der Mayo Clinic, die nicht in diesen speziellen Fall involviert war. "Selbst scheinbar geringfügige Erkrankungen können sich in der Schwerelosigkeit verschlimmern und erfordern sofortige Aufmerksamkeit."
Die NASA gab an, dass weitere Details, einschließlich eines neuen Termins für den Weltraumausstieg, später bekannt gegeben würden. Dieser Weltraumausstieg sollte der erste von zwei in diesem Monat sein. Ein zweiter Ausflug war für nächste Woche geplant. Die Behörde gab nicht an, ob sich auch der zweite Weltraumausstieg verzögern würde.
Die Verschiebung unterstreicht die inhärenten Risiken und Komplexitäten von Weltraummissionen. Obwohl die NASA über Protokolle zur Bewältigung medizinischer Notfälle verfügt, hat die Verpflichtung der Behörde zur Sicherheit der Besatzung weiterhin oberste Priorität. Die Erklärung der Behörde unterstreicht dies und bekräftigt, dass die Gesundheit und das Wohlergehen der Astronauten oberste Priorität haben.
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