Tausende Demonstranten versammelten sich in Städten in ganz Kolumbien, um Donald Trumps Drohungen zu verurteilen, militärische Aktionen in ihr Territorium auszudehnen, nachdem es in Venezuela zu einem tödlichen Angriff gekommen war. Die Demonstrationen fanden statt, nachdem der ehemalige US-Präsident Trump Interesse an einer militärischen Intervention in Kolumbien bekundet hatte.
In Cúcuta, einer Stadt an der Grenze zu Venezuela, marschierten Hunderte in Richtung der Kathedrale der Stadt, schwenkten kolumbianische Flaggen und skandierten "Fuera los yanquis!" ("Raus mit den Yankees!"). Die Proteste wurden durch Trumps Äußerungen über mögliche Militäraktionen in der Region ausgelöst.
Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro rief als Reaktion auf Trumps Äußerungen zu den Demonstrationen auf. Die Demonstranten äußerten Bedenken hinsichtlich einer möglichen US-Intervention in Venezuela und deren Auswirkungen auf die Souveränität Kolumbiens. Ein Demonstrant erklärte: "Trump ist der Teufel, er ist die abscheulichste Person der Welt."
Der Hintergrund dieser Proteste ist die anhaltende politische und wirtschaftliche Krise in Venezuela, die zu erhöhten regionalen Spannungen geführt hat. Trumps Regierung hatte zuvor eine Politik verfolgt, die venezolanische Regierung durch Sanktionen und diplomatische Isolation unter Druck zu setzen. Die Möglichkeit einer militärischen Intervention ist seit langem ein Streitpunkt.
Die Demonstrationen spiegeln eine breitere antiamerikanische Stimmung in einigen Teilen der kolumbianischen Bevölkerung wider, die durch historische Missstände und Bedenken hinsichtlich der US-Außenpolitik in Lateinamerika geschürt wird. Die Situation ist weiterhin unübersichtlich, und die kolumbianische Regierung hat noch keine offizielle Erklärung zu den Protesten und Trumps Äußerungen abgegeben. Das Potenzial für weitere Demonstrationen und diplomatische Auswirkungen bleibt bestehen.
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