Einigen Hunden ist es, laut einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde, möglich, die Namen von Objekten zu lernen, selbst wenn sie ihre Besitzer nur belauschen. Diese sogenannten begabten Wortlerner-Hunde (GWL-Hunde) können die Bezeichnungen für neues Spielzeug durch passives Belauschen lernen und zeigen dabei soziokognitive Fähigkeiten, die mit denen von 18 Monate alten Kleinkindern vergleichbar sind, so die Autoren der Studie.
Die Forschung baut auf früheren Arbeiten von Claudia Fugazza von der Eötvös Loránd Universität in Budapest, Ungarn, auf, die im Rahmen der Genius Dog Challenge seit mehreren Jahren das Verhalten und die Kognition von Hunden untersucht. Fugazzas Team hatte zuvor herausgefunden, dass Hunde wichtige sensorische Merkmale ihrer Spielzeuge speichern, wie z. B. Aussehen und Geruch, und diese Merkmale abrufen, wenn sie ein bestimmtes Spielzeug anhand seines Namens suchen.
Die aktuelle Studie deutet darauf hin, dass GWL-Hunde neues Vokabular ohne direktes Training oder explizite Anweisung erwerben können. Diese Fähigkeit, durch das Mithören von Gesprächen zu lernen, deutet auf ein hohes Maß an sozialer Intelligenz bei diesen Hunden hin.
Frühere Studien hatten gezeigt, dass die meisten Hunde einfache Handlungsaufforderungen wie "Sitz" oder "Platz" lernen können. GWL-Hunde zeigen jedoch eine außergewöhnliche Fähigkeit, Objektnamen zu lernen, wodurch sie in der Lage sind, bestimmte Spielzeuge aus einer großen Sammlung auf Befehl abzurufen. Fugazzas Forschung zielt darauf ab, die kognitiven Mechanismen zu verstehen, die dieser einzigartigen Fähigkeit zugrunde liegen. Die Genius Dog Challenge erforscht weiterhin die kognitiven Fähigkeiten von Hunden und beleuchtet die Evolution der Intelligenz über verschiedene Arten hinweg.
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