US-Präsident Donald Trump drohte mit weiteren Luftangriffen in Nigeria, sollten die Tötungen von Christen andauern. Er äußerte sich in einem Interview mit der New York Times entsprechend. Die Warnung folgt auf Luftangriffe am Weihnachtstag im Bundesstaat Sokoto im Norden Nigerias, die sich gegen islamistische Militante richteten.
Trump hatte Nigeria zuvor aufgrund vermeintlicher Bedrohungen seiner christlichen Bevölkerung als "besonders besorgniserregendes Land" eingestuft. Er erklärte, er hoffe, der erste Schlag sei eine einmalige Angelegenheit. Er warnte jedoch vor wiederholten Angriffen, sollten die Tötungen anhalten.
Die nigerianische Regierung hat Trumps Behauptungen, sie schütze Christen nicht, zurückgewiesen. Sie betonen, dass zu den Opfern von Gewalt Muslime, Christen und Menschen aller Glaubensrichtungen gehören. Berichten zufolge behaupten zwar einige rechtsgerichtete Gruppen in den USA einen Völkermord an Christen, Überwachungsorganisationen geben jedoch an, dass die meisten Opfer dschihadistischer Gruppen in Nigeria Muslime sind.
Nigeria steht vor anhaltenden Herausforderungen durch islamistische militante Gruppen, insbesondere im Norden. Die Situation ist komplex, wobei religiöse und ethnische Dimensionen mit sozioökonomischen Faktoren verwoben sind. Das Potenzial für weitere US-Militäraktionen wirft Bedenken hinsichtlich der Souveränität und der regionalen Stabilität auf.
Es bleibt abzuwarten, ob es zu weiterer Gewalt kommt und ob Trump seine Drohung wahr macht. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Lage aufmerksam.
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