Nach 25 Jahren Verhandlungen haben die Europäische Union (EU) und der Mercosur-Handelsblock, bestehend aus Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay, ein Freihandelsabkommen geschlossen. Das in Brüssel finalisierte Abkommen muss nun in den kommenden Monaten vom Europäischen Parlament genehmigt werden.
Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva bezeichnete das Abkommen als einen "historischen Tag für den Multilateralismus". Die EU erwartet, dass das Abkommen das Wirtschaftswachstum ankurbeln und den Verbrauchern zugutekommen wird.
Das Abkommen stieß jedoch auf Widerstand, insbesondere von europäischen Landwirten, die eine Zunahme des Wettbewerbs durch billigere Importe aus Südamerika befürchten. Die Landwirte äußerten ihre Bedenken öffentlich, unter anderem bei Demonstrationen in Paris.
Das Abkommen kommt inmitten eines zunehmenden globalen Protektionismus und wird von einigen als ein Sieg für den multilateralen Handel angesehen. Berichten zufolge wurden die letzten Details des Abkommens nach ausführlichen Diskussionen in Brüssel festgelegt.
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