US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, dass die Investition der US-Regierung in den argentinischen Peso erfolgreich abgeschlossen wurde, mit der Rückzahlung der amerikanischen Finanzhilfe und der Beseitigung der US-Bestände an argentinischen Pesos in ihrem Währungsstabilisierungsfonds. Die USA hatten die argentinische Währung im September 2023 gekauft, als ihr Wert sank, mit dem erklärten Ziel, weitere wirtschaftliche Instabilität zu verhindern und die Partei von Präsident Javier Milei zu unterstützen, der als ein wichtiger Verbündeter des ehemaligen Präsidenten Donald Trump gilt.
Bessent bezeichnete die Intervention als Erfolg und erklärte in einer Ankündigung in den sozialen Medien: "Einen starken amerikanischen Verbündeten zu stabilisieren und zig Millionen Dollar Gewinn für Amerikaner zu erzielen, ist ein America First-Volltreffer." Der Schritt stieß jedoch auf Kritik von einigen Demokraten, die argumentierten, dass Bessent Steuergelder in einer Nation riskiere, die für ihre volatile Finanzgeschichte bekannt ist.
Die US-Intervention erfolgte inmitten von Bedenken hinsichtlich potenzieller Marktschocks nach den nationalen Zwischenwahlen und der Befürchtung, dass Mileis Partei schlechter abschneiden könnte als erwartet. Damals versprach Bessent, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Währung zu stabilisieren.
Der Währungsstabilisierungsfonds ist ein Mechanismus, der vom US-Finanzministerium eingesetzt wird, um Wechselkurse zu beeinflussen und Ländern in wirtschaftlichen Schwierigkeiten finanzielle Unterstützung zu gewähren. Interventionen dieser Art sind nicht ohne Präzedenzfall, aber sie führen oft zu Debatten über die angemessene Rolle der US-Regierung bei der Beeinflussung ausländischer Volkswirtschaften und Wahlen.
Das US-Finanzministerium hat keine konkreten Zahlen über den Gewinn aus der Peso-Investition veröffentlicht. Die argentinische Wirtschaft steht weiterhin vor großen Herausforderungen, darunter hohe Inflation und Verschuldung. Die langfristigen Auswirkungen der US-Intervention auf die wirtschaftliche Stabilität Argentiniens bleiben abzuwarten.
Discussion
Join the conversation
Be the first to comment