In Aleppo, Syrien, haben sich die Kämpfe intensiviert, da die syrische Armee ihre Angriffe gegen kurdische Kämpfer im Viertel Sheikh Maqsoud verstärkt hat, was zu einer Massenflucht von Zivilisten geführt hat. Die Eskalation erfolgte nach dem Scheitern der Waffenstillstandsgespräche mit den von Kurden geführten Syrian Democratic Forces (SDF), die sich Berichten zufolge weigerten, sich aus dem Gebiet zurückzuziehen.
Mohammed al-Rajab, der Leiter des Notfalldienstes von Aleppo, teilte Al Jazeera Arabic mit, dass aufgrund der anhaltenden Gewalt schätzungsweise 162.000 Menschen ihre Häuser in den Stadtteilen Ashrafieh und Sheikh Maqsoud verlassen haben. Die Regierung erklärte Sheikh Maqsoud daraufhin am 9. Januar 2026 zu einer militärischen Sperrzone.
Eine syrische Militärquelle, die ebenfalls mit Al Jazeera Arabic sprach, behauptete, dass die Armee im Viertel Sheikh Maqsoud Fortschritte mache. Die Quelle nannte keine Einzelheiten zu den Militäroperationen, deutete aber auf eine anhaltende Anstrengung hin, die SDF-Kämpfer zu vertreiben.
Die Zusammenstöße verdeutlichen die komplexe und fragile Sicherheitslage in Syrien, insbesondere die Herausforderung, die SDF in die Zukunft des Landes zu integrieren. Die SDF, die eine entscheidende Rolle bei der Niederlage des IS im Nordosten Syriens spielte, kontrolliert bedeutendes Territorium und wahrt ein gewisses Maß an Autonomie, eine Situation, die die syrische Regierung zu ändern versucht.
Die aktuellen Kämpfe haben ihre Wurzeln in den seit langem bestehenden Spannungen zwischen der syrischen Regierung und kurdischen Gruppen, die eine größere Autonomie innerhalb Syriens anstreben. Die Weigerung der SDF, sich aus Sheikh Maqsoud zurückzuziehen, löste die militärische Reaktion der Regierung aus und weckte Bedenken hinsichtlich einer weiteren Eskalation und humanitärer Folgen.
Die Lage ist weiterhin unübersichtlich, und es wird weiterhin über schwere Kämpfe und die Vertreibung von Zivilisten berichtet. Die internationale Gemeinschaft hat sich noch nicht zu Wort gemeldet, aber die Zusammenstöße dürften die Bemühungen um eine dauerhafte politische Lösung des Syrienkonflikts weiter erschweren. Die nächsten Schritte werden wahrscheinlich weitere Militäroperationen der syrischen Armee und potenzielle Versuche erneuter Verhandlungen zwischen der Regierung und den SDF unter Vermittlung internationaler Akteure beinhalten.
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