Als die Proteste im Iran in ihre zweite Woche gingen, berichteten medizinische Fachkräfte in Krankenhäusern in Teheran, dass sie mit Patienten, die bei den Demonstrationen Verletzungen erlitten hatten, überlastet seien. Ein Arzt eines Augenkrankenhauses in Teheran sagte der BBC, dass die Einrichtung in den Krisenmodus übergegangen sei, während ein Sanitäter in einem anderen Krankenhaus über einen Mangel an Chirurgen zur Bewältigung des Patientenansturms berichtete.
Die Berichte des medizinischen Personals kamen, als die regierungsfeindlichen Proteste in Dutzenden von Städten im Iran andauerten. Zwei Menschenrechtsgruppen haben berichtet, dass mindestens 50 Demonstranten getötet wurden. Die Art der Verletzungen und die spezifischen Herausforderungen, vor denen das medizinische Personal steht, waren nicht sofort klar, aber die Berichte deuten auf eine Belastung der Kapazität des Gesundheitssystems hin, auf die Bedürfnisse der bei den Unruhen Verletzten zu reagieren.
Die Proteste wurden laut Analysten durch eine Kombination aus wirtschaftlichen Missständen und politischen Einschränkungen ausgelöst. Die iranische Regierung hat die Vereinigten Staaten beschuldigt, die Proteste angezettelt zu haben, und wirft den USA vor, sie in "gewalttätige subversive Akte und weitverbreiteten Vandalismus" verwandelt zu haben, wie es in einem an den UN-Sicherheitsrat gesandten Schreiben heißt. US-Präsident Donald Trump warnte den Iran davor, Gewalt gegen Demonstranten anzuwenden, und erklärte: "Ihr solltet besser nicht anfangen zu schießen, denn wir werden auch anfangen zu schießen."
Internationale Staats- und Regierungschefs haben zum Schutz des Rechts auf friedlichen Protest aufgerufen. Die Situation ist weiterhin im Fluss, und die langfristigen Auswirkungen auf das iranische Gesundheitssystem und die politische Landschaft bleiben abzuwarten. Die BBC hat zu diesem Bericht beigetragen.
Discussion
Join the conversation
Be the first to comment