Sicherheitsteams in Unternehmen greifen zunehmend auf Inference-Security-Plattformen zurück, da KI-gesteuerte Angriffe Laufzeitschwachstellen ausnutzen und traditionelle Sicherheitsmaßnahmen übertreffen. Laut einem Bericht von Louis Columbus vom 9. Januar 2026 wird dieser Wandel durch die rasche Nutzbarmachung von Schwachstellen und die Verkürzung der Ausbruchszeiten vorangetrieben.
Der Bericht hebt hervor, dass Angreifer KI nutzen, um Patches innerhalb von 72 Stunden per Reverse Engineering zu entschlüsseln, wodurch sich das Zeitfenster für Unternehmen, notwendige Sicherheitsupdates anzuwenden, erheblich verkürzt. Mike Riemer, Field CISO bei Ivanti, wies auf das beschleunigte Tempo der Exploit-Entwicklung hin und erklärte: "Bedrohungsakteure entschlüsseln Patches innerhalb von 72 Stunden per Reverse Engineering. Wenn ein Kunde nicht innerhalb von 72 Stunden nach der Veröffentlichung patcht, ist er anfällig für Exploits. Die Geschwindigkeit wurde durch KI erheblich gesteigert."
Der Global Threat Report 2025 von CrowdStrike dokumentierte Ausbruchszeiten von bis zu 51 Sekunden, was bedeutet, dass sich Angreifer innerhalb eines Netzwerks vom ersten Zugriff zur lateralen Bewegung bewegen können, bevor Sicherheitsteams die Intrusion überhaupt erkennen können. Derselbe Bericht enthüllte auch, dass 79 % der Erkennungen malwarefrei waren, wobei Angreifer Hands-on-Keyboard-Techniken einsetzten, um traditionelle Endpoint-Abwehrmaßnahmen zu umgehen.
Diese neue Bedrohungslandschaft erfordert einen anderen Ansatz für die Sicherheit, der sich auf Laufzeitumgebungen konzentriert, in denen KI-Agenten operieren. Traditionelle Sicherheitsmaßnahmen bieten oft nicht die nötige Transparenz und Kontrolle, um sich effektiv gegen diese Angriffe zu verteidigen. Inference-Security-Plattformen wurden entwickelt, um diese Lücke zu schließen, indem sie Echtzeitüberwachung und -schutz für KI-Anwendungen bieten.
Die Auswirkungen auf die Branche sind erheblich, da CISOs mit der Herausforderung zu kämpfen haben, KI-gesteuerte Systeme zu sichern. Das traditionelle Modell, das auf signaturbasierter Erkennung und manuellem Patchen basiert, ist angesichts KI-gestützter Angriffe nicht mehr ausreichend. Die Einführung von Inference-Security-Plattformen stellt einen proaktiven Schritt zur Minderung dieser Risiken dar.
Der Aufstieg von KI-gestützten Angriffen zwingt Unternehmen dazu, ihre Sicherheitsstrategien neu zu bewerten und in Lösungen zu investieren, die mit der sich entwickelnden Bedrohungslandschaft Schritt halten können. Es wird erwartet, dass der Einsatz von Inference-Security-Plattformen weiter zunehmen wird, da Unternehmen versuchen, ihre KI-Assets zu schützen und eine starke Sicherheitslage aufrechtzuerhalten.
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