Saudi-Arabien intervenierte militärisch im Südjemen, um eine – wie es hieß – Bedrohung seiner nationalen Sicherheit abzuwenden, was dazu führte, dass der Südliche Übergangsrat (STC), eine separatistische Gruppe, die die Region fast ein Jahrzehnt lang kontrolliert hatte, die Kontrolle über sein Territorium verlor. Der STC gab daraufhin in einer Erklärung, die Anfang dieser Woche in Riad veröffentlicht wurde, seine Auflösung bekannt.
Saudi-Arabien plant nun, in Riad eine Konferenz auszurichten, die die wichtigsten politischen Fraktionen im Jemen zusammenbringt, um die Zukunft der südlichen Region zu diskutieren und zu gestalten. Dieser Schritt folgt auf jahrelange Bürgerkriege und Spaltungen im Jemen, wo sich der STC zu einer dominanten Kraft im Süden entwickelt hatte.
Die Intervention und der geplante Dialog unterstreichen Saudi-Arabiens langfristige Ziele im Jemen, einem Land, das aufgrund seiner Lage auf der Arabischen Halbinsel und seiner Nähe zu wichtigen Schifffahrtsrouten von strategischer Bedeutung ist. Die Instabilität des Jemen hat weitreichendere Auswirkungen auf die regionale Sicherheit, beeinträchtigt den internationalen Handel und schafft möglicherweise Raum für die Tätigkeit extremistischer Gruppen.
Khaled Batarfi, ein politischer Analyst, und Farea Al Muslimi, ein Research Fellow im Middle East and North Africa Program von Chatham House, gehören zu denjenigen, die die Entwicklungen genau beobachten. Der Ausgang der geplanten Konferenz wird entscheidend dafür sein, wie die künftige politische Landschaft im Südjemen aussehen wird und inwieweit Saudi-Arabien seine Ziele in dem vom Krieg zerrütteten Land erreichen kann.
Die Auflösung des STC, die zwar in Riad angekündigt wurde, wird von einigen Beobachtern mit Skepsis betrachtet. Die tatsächliche Auflösung der Gruppe und das Ausmaß ihres Einflusses im Süden bleiben abzuwarten. Die bevorstehende Konferenz wird ein wichtiger Test für Saudi-Arabiens Fähigkeit sein, zwischen den verschiedenen jemenitischen Fraktionen zu vermitteln und eine stabile und nachhaltige politische Ordnung im Süden zu etablieren.
Discussion
Join the conversation
Be the first to comment