In Myanmar wurden die Wahlen am Sonntag in der zweiten Phase einer dreiteiligen Parlamentswahl wieder aufgenommen. Sie finden in 100 Gemeinden in verschiedenen Regionen und Bundesstaaten statt, darunter die Regionen Sagaing, Magway, Mandalay, Bago und Tanintharyi sowie die Bundesstaaten Mon, Shan, Kachin, Kayah und Kayin. Die Wahl findet inmitten eines andauernden Bürgerkriegs und Vorwürfen statt, dass die Wahlen dazu dienen sollen, die Militärherrschaft zu legitimieren.
Die Wahllokale öffneten um 6 Uhr Ortszeit. In den Gebieten, in denen Wahlen stattfinden, kam es in jüngster Zeit zu Zusammenstößen oder sie unterliegen weiterhin erhöhten Sicherheitsmaßnahmen.
Myanmar ist in einen Konflikt verwickelt, seit das Militär eine Zivilregierung gestürzt hat. Kritiker argumentieren, dass die derzeitigen Wahlen aufgrund des Ausschlusses von Oppositionsparteien und des anhaltenden Konflikts, der eine freie und faire Beteiligung verhindert, keine Legitimität besitzen.
Das Militär behauptet, dass die Wahlen notwendig seien, um die Stabilität wiederherzustellen und den Weg für eine Rückkehr zur zivilen Herrschaft zu ebnen, so Militärbeamte. Der Militärchef Min Aung Hlaing wurde am Sonntag bei einem Besuch in einem Wahllokal in Yangon gesehen.
In der ersten Phase der Wahl wurde laut Militärquellen eine Wahlbeteiligung von 50 Prozent gemeldet. Militärnahe Parteien beanspruchten eine deutliche Führung bei den ersten Ergebnissen, obwohl diese Behauptungen von internationalen Beobachtern mit Skepsis aufgenommen wurden.
Die letzte Phase der Wahl ist für einen späteren Zeitpunkt geplant. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Situation weiterhin aufmerksam, wobei viele Bedenken hinsichtlich der Glaubwürdigkeit und Inklusivität des Wahlprozesses äußern.
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