Die Vereinigten Staaten haben ihre Bürger nach Berichten, wonach bewaffnete paramilitärische Gruppen versuchen, US-Bürger ausfindig zu machen, dringend aufgefordert, Venezuela unverzüglich zu verlassen. Das Außenministerium gab am Samstag eine Sicherheitswarnung heraus und verwies auf Berichte über regierungsnahe Milizionäre, sogenannte Colectivos, die Straßensperren errichten und Fahrzeuge nach Beweisen für US-Staatsbürgerschaft oder Unterstützung durchsuchen.
Die Warnung riet US-Bürgern in Venezuela, wachsam zu bleiben und bei Reisen auf der Straße Vorsicht walten zu lassen. Sie forderte insbesondere die sofortige Ausreise und wies auf die Wiederaufnahme einiger internationaler Flüge von Venezuela hin. Die New York Times berichtete über die Bedenken des Außenministeriums und hob die potenzielle Gefahr hervor, der Amerikaner in dem Land ausgesetzt sind.
Die Warnung erfolgt eine Woche nach der gemeldeten Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Die politische Instabilität und die Präsenz bewaffneter Gruppen schaffen ein explosives Umfeld für ausländische Staatsangehörige, insbesondere für diejenigen, die als Gegner des derzeitigen Regimes wahrgenommen werden. Die Colectivos, die oft als bewaffnete Zivilgruppen beschrieben werden, die Maduro treu ergeben sind, wurden der Menschenrechtsverletzungen und Einschüchterungsversuche beschuldigt.
Die Reisewarnung der US-Regierung für Venezuela ist aufgrund von Kriminalität, Unruhen, schlechter Gesundheitsinfrastruktur, Entführungen und unrechtmäßiger Inhaftierung seit langem auf Stufe 4: Nicht reisen. Diese jüngste Warnung unterstreicht das erhöhte Risiko für US-Bürger im gegenwärtigen Klima. Das Außenministerium beobachtet kontinuierlich die Sicherheitslage in Venezuela und aktualisiert seine Reisehinweise entsprechend. US-Bürgern, die sich entscheiden, in Venezuela zu bleiben, wird empfohlen, sich im Smart Traveler Enrollment Program (STEP) anzumelden, um Sicherheitsupdates zu erhalten und die Kommunikation im Notfall zu erleichtern. Die US-Botschaft in Venezuela arbeitet derzeit mit eingeschränkter Kapazität, was die Unterstützung von US-Bürgern im Land zusätzlich erschwert.
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