US-Notenbankchef Jerome Powell im Visier strafrechtlicher Ermittlungen
Washington D.C. – Bundesanwälte haben strafrechtliche Ermittlungen gegen den Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve, Jerome Powell, eingeleitet, wie Powell am Sonntag bekannt gab. Die vom US-Justizministerium (DoJ) eingeleiteten Ermittlungen konzentrieren sich auf Powells Aussage vor einem Senatsausschuss bezüglich Renovierungsarbeiten an Gebäuden der Federal Reserve.
Powell bezeichnete die Untersuchung als "beispiellos" und deutete an, dass sie auf die Unzufriedenheit des ehemaligen Präsidenten Donald Trump mit den Zinsentscheidungen der Fed zurückzuführen sei. Laut Powell hat das Justizministerium der Behörde Vorladungen zugestellt und mit einer strafrechtlichen Anklage gedroht.
Die Ermittlungen konzentrieren sich Berichten zufolge auf Powells Aussagen vor dem Senatsausschuss bezüglich der Renovierung von Immobilien der Federal Reserve. Die genauen Details der angeblichen Diskrepanzen in seiner Aussage wurden noch nicht veröffentlicht.
Powell glaubt, dass die Untersuchung politisch motiviert ist und durch seine Weigerung ausgelöst wurde, die Zinssätze trotz wiederholten öffentlichen Drucks von Trump zu senken. Trump hat jegliche Kenntnis von der Untersuchung dementiert.
Die sich entwickelnde Situation stellt einen höchst ungewöhnlichen Umstand dar, da ein amtierender Vorsitzender der Federal Reserve mit strafrechtlichen Ermittlungen konfrontiert ist. Der Ausgang der Untersuchung könnte erhebliche Auswirkungen auf die Unabhängigkeit der Federal Reserve und die breitere Wirtschaftslandschaft haben.
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