Fast 15.000 Krankenschwestern in New York City haben am Montag einen Streik begonnen und fordern eine bessere Vergütung, verbesserte Personalschlüssel und verstärkte Sicherheitsprotokolle in den Krankenhauseinrichtungen. Bürgermeister Zohran Mamdani sprach den streikenden Krankenschwestern seine Unterstützung aus und kritisierte die Vergütungspakete der Krankenhausmanager bei einem Besuch an einer Streikpostenkette der Krankenschwestern.
Der Streik, eine der größten Arbeitskampfmaßnahmen im Gesundheitswesen der letzten Jahrzehnte, verdeutlicht die wachsenden Spannungen zwischen medizinischem Personal an vorderster Front und dem Krankenhausmanagement in Bezug auf die Ressourcenverteilung und das Wohlergehen der Mitarbeiter. Krankenschwestern argumentieren, dass eine unzureichende Personalbesetzung die Patientenversorgung beeinträchtigt und das Risiko von medizinischen Fehlern erhöht. Sie verweisen auf Studien, die im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden und die ein Verhältnis zwischen der Anzahl der Krankenschwestern und der Anzahl der Patienten mit der Sterblichkeitsrate der Patienten in Verbindung bringen. "Wir sind überlastet und ständig gezwungen, unmögliche Entscheidungen darüber zu treffen, welche Patienten unsere sofortige Aufmerksamkeit erhalten", sagte Sarah Miller, eine examinierte Krankenschwester mit 10 Jahren Berufserfahrung in einem der betroffenen Krankenhäuser. "Es geht nicht nur um unseren Gehaltsscheck, sondern um die Sicherheit unserer Patienten und die Nachhaltigkeit unseres Berufsstandes."
Die Gewerkschaft der Krankenschwestern fordert eine Gehaltserhöhung von 20 % über die nächsten drei Jahre, da die derzeitigen Gehälter die steigenden Lebenshaltungskosten in New York City und die anspruchsvolle Art ihrer Arbeit nicht widerspiegeln. Sie fordern außerdem durchsetzbare Personalschlüssel, die eine bestimmte Anzahl von Krankenschwestern pro Patient vorschreiben würden, abhängig von der Station und dem Schweregrad des Patienten. Krankenhausverwalter argumentieren jedoch, dass solche Forderungen finanziell nicht tragbar seien, und verweisen auf steigende Betriebskosten und sinkende Erstattungssätze von Versicherungsanbietern.
"Wir erkennen die wichtige Rolle unserer Krankenschwestern an und sind bestrebt, eine faire Einigung zu erzielen", erklärte ein Sprecher der Greater New York Hospital Association. "Wir müssen aber auch die langfristige finanzielle Stabilität unserer Krankenhäuser gewährleisten, um der Bevölkerung weiterhin eine qualitativ hochwertige Versorgung bieten zu können."
Der Streik hat zu Unterbrechungen der Krankenhausdienste geführt, wobei einige Einrichtungen elektive Operationen verschoben und Krankenwagen zu anderen Krankenhäusern umgeleitet haben. Experten im Bereich des Gesundheitsmanagements warnen davor, dass längere Arbeitskämpfe die Behandlungsergebnisse der Patienten negativ beeinflussen und das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Gesundheitssystem untergraben können. "Streiks können ein Klima der Unsicherheit und Angst für die Patienten schaffen, was möglicherweise zu Verzögerungen bei der Behandlung und zu einem erhöhten Stressniveau führt", erklärte Dr. Emily Carter, Professorin für Gesundheitspolitik an der Columbia University. "Es ist entscheidend, dass beide Seiten in gutem Glauben Verhandlungen führen, um diesen Streit so schnell wie möglich beizulegen."
Am Dienstag waren die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft der Krankenschwestern und dem Krankenhausmanagement noch im Gange, wobei beide Seiten die Bereitschaft äußerten, die Gespräche fortzusetzen. Die Stadtverwaltung soll die Gespräche vermitteln und hofft, eine Einigung zu erzielen, die die Bedenken der Krankenschwestern berücksichtigt und gleichzeitig die finanzielle Tragfähigkeit der Krankenhäuser gewährleistet. Die Auswirkungen des Streiks auf die Patientenversorgung und die breitere Gesundheitslandschaft in New York City bleiben abzuwarten.
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