Fast 15.000 Krankenschwestern und -pfleger in New York City haben am Montag einen Streik begonnen und fordern höhere Vergütung, bessere Personalschlüssel und verbesserte Sicherheitsprotokolle in Krankenhäusern. Die Aktion, einer der größten Streiks im Gesundheitswesen der letzten Jahrzehnte, veranlasste Bürgermeister Zohran Mamdani zu einem Besuch an einer Streikpostenkette von Krankenschwestern.
Die Krankenschwestern, hauptsächlich aus großen Krankenhausnetzwerken in der ganzen Stadt, argumentieren, dass die derzeitige Personalstärke die Patientenversorgung beeinträchtigt und zur Erschöpfung des Pflegepersonals beiträgt. Studien, die im Journal of Nursing Scholarship veröffentlicht wurden, haben durchweg einen Zusammenhang zwischen dem Verhältnis von Pflegepersonal zu Patienten und den Behandlungsergebnissen gezeigt, wobei höhere Verhältnisse mit erhöhten Raten von im Krankenhaus erworbenen Infektionen, Medikationsfehlern und sogar Sterblichkeit verbunden sind. "Wir sind überlastet und ständig gezwungen, unmögliche Entscheidungen darüber zu treffen, welche Patienten unsere sofortige Aufmerksamkeit erhalten", sagte Sarah Miller, eine examinierte Krankenschwester mit 10 Jahren Berufserfahrung in einem beteiligten Krankenhaus, während eines Interviews an der Streikpostenkette. "Es geht nicht nur um unsere Gehaltsschecks, sondern um die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Patienten."
Bürgermeister Mamdani sprach sich für die streikenden Krankenschwestern aus und kritisierte die Krankenhausverwaltungen für, wie er es nannte, unverhältnismäßige Vergütungspakete für Führungskräfte. "Es ist unzumutbar, dass Krankenhaus-CEOs Millionen verdienen, während Krankenschwestern aufgrund von Personalmangel und unzureichenden Ressourcen darum kämpfen, eine angemessene Versorgung zu gewährleisten", sagte Mamdani auf einer Pressekonferenz in der Nähe des Streikortes. Er fügte hinzu, dass seine Regierung Optionen zur Vermittlung von Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft der Krankenschwestern und der Krankenhausleitung prüfe.
Der Streik wirft Bedenken hinsichtlich möglicher Beeinträchtigungen der Gesundheitsversorgung in der ganzen Stadt auf. Es wird erwartet, dass es in den Notaufnahmen zu längeren Wartezeiten kommt und einige elektive Eingriffe verschoben werden müssen. Dr. Emily Carter, eine Expertin für Gesundheitspolitik an der Mailman School of Public Health der Columbia University, merkte an, dass längere Streiks erhebliche Folgen für die öffentliche Gesundheit haben können. "Die Bedenken der Krankenschwestern sind zwar berechtigt, aber es ist entscheidend, schnell eine Lösung zu finden, um die Auswirkungen auf den Patientenzugang zur Versorgung zu minimieren", erklärte Carter. Sie schlug vor, dass eine unabhängige Schlichtung einen Weg zu einer fairen und gerechten Einigung bieten könnte.
Am Dienstag sind die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft der Krankenschwestern und den Krankenhausvertretern weiterhin festgefahren. Beide Seiten haben die Bereitschaft geäußert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, aber es bestehen weiterhin erhebliche Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich Lohnerhöhungen und Zusagen zur Personalstärke. Der Streik dauert an, und seine Dauer ist ungewiss. Stadtbeamte fordern beide Parteien dringend auf, das Wohlergehen der Patienten in den Vordergrund zu stellen und so schnell wie möglich eine Lösung zu finden.
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