GoFundMe steht in der Kritik, weil es eine Spendenaktion für einen ICE-Agenten veranstaltet, der einen Zivilisten tödlich erschossen hat. Die Kampagne mit dem Titel "ICE OFFICER Jonathan Ross" zielt darauf ab, 550.000 Dollar für die Rechtsverteidigung des Agenten zu sammeln. Diese Aktion scheint den eigenen Nutzungsbedingungen von GoFundMe zu widersprechen. Diese Bedingungen verbieten Spendenaktionen für die Rechtsverteidigung von Personen, die gewalttätiger Verbrechen beschuldigt werden.
Der Vorfall ereignete sich in Minneapolis. ICE-Agent Jonathan Ross erschoss Renee Nicole Good, eine dreifache Mutter und Witwe eines Militärveteranen. In der Spendenaktion wird ausdrücklich erklärt, dass das Ziel darin besteht, Geld für Ross' Rechtsbeistand zu sammeln. Die Richtlinien von GoFundMe besagen, dass sich die Nutzer damit einverstanden erklären, die Plattform nicht zur Unterstützung der Rechtsverteidigung von Personen zu nutzen, die finanzieller oder gewalttätiger Verbrechen beschuldigt werden.
Kritiker fragen sich, warum GoFundMe zulässt, dass diese Kampagne aktiv bleibt. Es wurden frühere Durchsetzungsmaßnahmen gegen ähnliche Kampagnen angeführt. GoFundMe hat seine Entscheidung noch nicht öffentlich erklärt.
Crowdfunding-Plattformen wie GoFundMe sind zu mächtigen Werkzeugen für die Geldbeschaffung geworden. Sie sehen sich auch zunehmendem Druck ausgesetzt, Inhalte zu moderieren und ihre eigenen Regeln durchzusetzen. Die Entscheidung der Plattform in diesem Fall wirft Fragen zur konsequenten Anwendung ihrer Richtlinien auf.
Die Situation ist weiterhin im Fluss. Es ist unklar, ob GoFundMe die Spendenaktion entfernen wird. Die rechtlichen Konsequenzen für Agent Ross sind ebenfalls noch Gegenstand von Ermittlungen. Die Öffentlichkeit wartet auf eine weitere Erklärung von GoFundMe bezüglich der Durchsetzung seiner Richtlinien.
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