Die NASA hat am frühen Sonntagmorgen von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien aus die Pandora-Mission gestartet, mit dem Ziel, den wissenschaftlichen Ertrag des James-Webb-Weltraumteleskops zu maximieren. Der Pandora-Satellit, eine von etwa 40 kleinen Nutzlasten, wurde mit einer SpaceX Falcon 9-Rakete in eine polare, sonnensynchrone Umlaufbahn gebracht.
Die Mission soll die Erforschung von Exoplaneten, also Planeten, die Sterne außerhalb unseres Sonnensystems umkreisen, verbessern, indem sie stellare und planetare Signale entwirrt. Das Webb-Teleskop, das 2021 zu Kosten von über 10 Milliarden Dollar gestartet wurde, besitzt die Fähigkeit, ferne Planetensysteme zu analysieren und chemische Verbindungen wie Wasserdampf, Kohlendioxid und Methan zu identifizieren, die auf das Potenzial für Leben hindeuten könnten.
Astronomen sind bestrebt, das volle Potenzial des Webb-Teleskops auszuschöpfen, das eine Million Meilen von der Erde entfernt positioniert ist und mit einem großen, goldbeschichteten Spiegel ausgestattet ist, der mehr Licht sammelt als jedes andere Weltraumteleskop. Zusätzlich zur Exoplanetenforschung wird Webb auch zur Beobachtung der ältesten Galaxien im Universum und zur Untersuchung von Planeten, Monden und kleineren Objekten innerhalb unseres eigenen Sonnensystems eingesetzt.
Die Pandora-Mission wird sich darauf konzentrieren, die Lichtsignaturen von Sternen von denen der Planeten, die sie umkreisen, zu trennen. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da stellare Aktivität, wie z. B. Sternflecken und Flares, die Signale, die von Exoplanetenatmosphären ausgehen, nachahmen oder maskieren kann. Durch die sorgfältige gleichzeitige Beobachtung sowohl des Sterns als auch des Planeten wird Pandora ein genaueres Verständnis der Exoplanetenatmosphären und ihrer potenziellen Bewohnbarkeit ermöglichen.
Die polare, sonnensynchrone Umlaufbahn des Satelliten ermöglicht konsistente Beobachtungen von Zielsternen und minimiert die Auswirkungen der Erdatmosphäre und des Sonnenlichts. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die von Pandora gesammelten Daten die Interpretation der Beobachtungen des Webb-Teleskops erheblich verbessern und die Forscher der Identifizierung potenziell bewohnbarer Welten näher bringen werden.
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